Satan Club – Odyssey

von am 22. Dezember 2025 in Single

Satan Club – Odyssey

Deathcrash scheinen, darauf deutet zumindest Triumph hin, wieder aktiv zu werden. Gitarrist Matthew Weinberger begibt sich davor aber noch auf eine Odyssey mit seinem Solo-Projekt Satan Club.

Im Beipackzettel bemüht sich Brite um Understatement, versucht aber auf theoretischer Ebene auch die individuelle Relevanz der zehnminütigen Nummer herauszustreichen: „It’s a slow build from quiet beginning to a climactic release (sound familiar?) but it’s a little different to how deathcrash goes about things – more synths, drum machines and trumpets than we might typically use.
Etwas ausführlicher betrachtet bedeutet dies, dass die Odyssey leise zupfend in einer aufbrechende Wartehaltung beginnt, als würde klarer Morgentau neugierig dem Aufbruch des noch nicht erwachten Tages in aller Stille entgegenfiebern. Plätschernde Field Recordings unterspülen einen orchestral flimmernden Score im Hintergrund, Synths pulsieren und dröhnen als behutsame Fläche, die in Hibbeligkeit wuselt und schimmert. Das Szenario löst sich im rhythmischen Indierock-Drive, der ebenso flott wie zurückgelehnt von Bläsern begleitet wird, oszillierend in eine Life is Strange-Stimmung  pendelnd, bevor sich alles so stimmig im prasselnden Regen auflöst.
Womit der Satan Club das Einmaleins der ambienten Postrock-Klanginstallation nicht neu erfindet. Die einzelnen Ideen berieseln stimmungsvoll, aber unverbindlich. Warum Weinberger sich auf diese Odyssey begeben wollte, ist jedoch durchaus nachvollziehbar.

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