Teardrinker – To the Ones Whose Bodies Shall Shake the Heavens

von am 4. Januar 2026 in Single

Teardrinker – To the Ones Whose Bodies Shall Shake the Heavens

Das Amalgam aus Sludge, Screamo und Post Hardcore von Teardrinker bleibt mit To the Ones Whose Bodies Shall Shake the Heavens eine Projetionsfläche für die (pop)kulturellen Interessen der Band.

This is a track that we wrote honoring and reciting/screaming the beautiful love poem written by Kai Cheng Thom from her incredible book „Falling Back in Love with Being Human„“ diktiert das Quintett aus Rotterdam (vor dem karitativen Aspekt der Veröffentlichung: „If you like this track, consider donating what it is worth to you to a good cause, like ‚Don’t Go, We’ll Fund Them‘ linktr.ee/dontgowewillfundthem).
Wie schon bei dem exzessiven Twin Peaks-Worshipping auf Killing the Flowers Will Not Delay Spring wird die Musik der Roadburn-Geburt deswegen jedoch keinesfalls ein reines Mittel zum Zweck. Nach den dem ruhigen Einstieg, in dem die Saiten der Gitarren den Bass melancholisch umgarnen, platzt To the Ones Whose Bodies Shall Shake the Heavens verzweifelt mit gediegenen Tempo auf und rockt auf eine schwelgende Weise – die Church of Ra hat ihre Lehren merklich auch in den Niederlanden erfolgreich verbreitet. Und das ist einfach gut so.

Auch wenn die strukturell relativ konventionell geordnete Nummer über einen rezitierend wiegenden, zurückgenommen Mittelteil, der hinten raus epischer zum Post Metal erblüht, kompositorisch das bisherige Niveau der Newcomer hält, treffen Teardrinker doch eine falsche Entscheidung: Anstatt wie bei der ersten EP auf die Eigenregie zu setzen, übernimmt diesmal Rens de Boer alleine die Aufnahmen im Heimstudio sowie den Mix. Der Sound der sechsminütigen Nummer zieht sich unter seiner Ägide jedoch viel zu morastartig verwaschen, wirkt frustrierend indifferent und hat abseits der rauen Gitarren und unmittelbaren Vocals keinen Fokus. Am schlimmsten darunter zu leiden hat die wie unter einem Meer aus Watte harmlos tackernde Bassdrum, die so muffig viel mehr Punch in der Suppe vertragen könnte.
Am Status der Gruppe als vielversprechende Zukunftsaktie ändert dieser subjektive Schönheitsfehler zwar nichts, doch das liegen gelassene Potential hat einen bitteren Beigeschmack.


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