Suche nach: Leonard Cohen
Sechs Jahre nach Helplessness Blues dirigiert Robin Pecknold seine Fleet Foxes entlang eines immer komplexer werdenden Songwritings bis hinein in den Prog-Folk, findet in den stimmungsvollen Landschaften dabei aber nicht mehr immer den direkten Zugang zum Herzen.
Ein Schaulaufen großer Klasse: Mit einer grandiosen Band im Rücken sowie einer Wagenladung unsterblicher Hits vor Augen begeistert Roxy Music-Boss Bryan Ferry im Grazer Stefaniensaal.
Drei Jahre nach The Satanist lebt Behemoth-Frontmann Adam Nergal Darski (ohne Corpsepaint, aber dafür) im Verbund mit Singer-Songwriter John Porter als Me and That seine Vorliebe für das Spannungsfeld zwischen düsterem Americana, romantisierenden Goth-Ansätzen und bluesrockendem Dark-Folk aus. Alleine der adäquate Tribut im Titel darf deswegen als deutlicher Verweis verstanden werden: Songs Of Love And Death ist eine zutiefst eklektische Verneigung vor der Mystik und Folklore der amerikanischen Musikkultur geworden.
"Lets make a Deal/ Double or Nothing" schlägt Duke Garwood gleich im eröffnenden Klapperschlangen-Blues Coldblooded vor, während sich elegische Chöre irgendwo zwischen beschwörendem Wüsten-Soul und entschleunigt-dösender Who Are You?-Trance um seine wettergegerbte Stimme legen - und damit gleich Eingangs vorführen, dass der englische Multi-Instrumentalist seinen Sound 2016 in eine wärmere Schönheit bettet.
Honorable Mentions | MV(E)P | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 - 01 |
[mehr…]
Devil Music fühlt sich wie ein aus der Zeit gefallenes Juwel an. Sich derart hemmungslos in einen schweißtreibenden Rausch spielende Platten wie das erste The Men Album seit knapp zwei Jahren findet man heute eben nur noch selten: Die infektiöse Energie und fiebrige Spielwut, die Rich Samis, Kevin Faulkner, Nick Chiericozzi und Mark Perrosic an einem Wochenende in ihrem Proberaum im Jänner 2016 entfesselten, wurde von Jordan Lovelace und Jonathan Schenke mit einer organischen Rohheit und räudigen Direktheit derart unmittelbar auf analoge Vierspurgerät gebannt, dass einem während dieser getriebenen 35 Minuten anstandslos exzessive Größen wie die Stooges oder MC 5 in den Kopf schießen. Keine Frage – The Men haben ihre Hausaufgaben gemacht. Und Chiericozzi deswegen auch einige spannende Empfehlungen für den Heavy Pop Adventskalender parat.
Nach dem von Elias Bender Rønnenfelt selbst in den Jazz-Jam verordneten Session-Mitschnitt Coming Down macht der Iceage-Frontman mit Telling It Like It Is mehr oder minder dort weiter, wo This World Is Not Enough aufhörte: Auch das Zweitwerk seines einstigen One Time-Soloprojektes verführt allerhand Stile in das verstörende Studio der Marching Church, das dann auch gleich als "auxiliary band member" fungiert.
Die Zusammenarbeit zwischen den ehemaligen The Walkmen-Frontmann Hamilton Leithauser und Ex-Vampire Weekend-Multiinstrumentalist Rostam Batmanglij hat bereits auf Black Hours ganz ausgezeichnet funktioniert. Dass das Duo für I Had a Dream that You Were Mine nun gleich auf Albumlänge kooperiert, ist da eigentlich eine so logische wie willkommene Konsequenz.
Seit seinem zweiten Soloalbum [amazon_link id="B0024Y65TU" target="_blank" ]Further Complications[/amazon_link] von 2009 war es abseits einiger vereinzelter Arbeiten relativ ruhig um den einstigen Pulp-Frontmann Cocker geworden. Bedeutend lauter wird es auch auf seiner neuen Music from 'Likely Stories'-EP nicht, wenngleich es dafür umso schöner ist, wieder vom Elder Statesman des Britpop zu hören.
Hodja gehören zu jener Sorte Bands, deren unbändige Energie und Präsenz sich wohl nur schwerlich auf Tonträger konservieren lässt. Einen Strick lässt sich Halos aus diesem vermeintlichen Handicap allerdings kaum drehen.