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Das keuchende, hustenden, würgende Bestial Burden ließ Margaret Chardiet noch unter den Eindrücken der Gebrechen des menschlichen Körpers leiden, während Contact diesen physischen Ekel nun in der Transzendenz aufzulösen versucht. Stilistisch unterscheidet sich das dritte Pharmakon-Album damit nur in Nuancen von seinen Vorgängern - dies jedoch spürbar.
Die Hollywood-Realfilmumsetzung des Klassikers Ghost in The Shell hatte von vornherein einen schweren Stand, scheint sich nun aber weitestgehend doch relativ wacker zu schlagen - wie neben dem dazugehörige Soundtrack von Clint Mansell auch die simultan erscheinende Music Inspired By The Motion Picture-Compilation nahelegt. An der (bis heute nichts von seiner unwirklichen Faszination eingebüßt habenden) Arbeit von Kenji Kawai für den 1995er Anime kommt diese zwar natürlich nicht heran, liefert bis auf einige wenige Ausfälle aber durchaus stimmungsvoll ab.
Der Name ist hier Programm: Venenum haben in den knapp sechs Jahren seit ihrer selbstbetitelten EP mit Trance of Death ein Debütalbum heraufbeschworen, das die Grenzen des Death Metal mindestens bis ins psychedelische Jam-Delirium ausbreitet.
Darkest Hour kurbeln den Agressivitätslevel wieder nach oben und korrigieren den Irrtum, den der maue Vorgänger darstellte: Godless Prophets & The Migrant Flora ist der erhoffte Schritt zurück zu alten Stärken und knüppelt sich zum Anschluss an die Bandphase rund um das brillante The Undoing Ruin.
Dass Mastodon Emperor of Sand je nach Version wahlweise auch mit Buntstiften ausliefern, spiegelt nicht nur den kruden Humor des Quartetts wider, sondern macht angesichts eines kompromisslos über die Ränder von Band-Vergangenheit und -Gegenwart zeichnenden siebenten Studioalbums auch irgendwie durchaus Sinn.
Pallbearer verlagern ihren traditionell verankerten Doom-Metal mit dem Nachfolger zu den Meisterwerken Sorrow and Extinction und Foundations of Burden neu, bringen ihn scheinbar mühelos auf eine breitere und detailiertere, aber auch reibungslosere Basis. Heartless kann in dieser Ausrichtung das Niveau der beiden Vorgänger nicht restlos stemmen, ringt der weiterhin besten Band des Genres aber gerade dadurch faszinierende neue Facetten ab.
Die Frage, wo denn nun die Revolution sei, lassen Depeche Mode nach einer langweiligen Vorabsingle auch im weiteren Verlauf von Spirit offen. Abseits davon versuchen sich Gore, Gahan und Fletcher in der andauernden Schwächephase ihrer Karriere für ihr mittlerweile vierzehntes Studioalbum allerdings routiniert auf gegebene Stärken und eine neu fokussierte Politisierung zu verlassen.
Mit ...And We Explode haben Black Map ihren Sound abseits der Stammbands von Mark Engles, Ben Flanagan und Chris Robyn im 90er-affinen Rock gefunden. Nun erkunden sie diesen auf In Droves noch weitreichender und ausführlicher. Und gönnen sich mit größerem Label im Rücken sogar phasenweise deutlichere Anknüpfungspunkte zur Basis von Dredg, Far und The Trophy Fire.
Dass Weirdo-Popper Ariel Pink schon gut mit (seiner mittlerweile auch zur Labelkollegin gewordenen Kollegin) Natalie Mering konnte, bevor dieser mit dem letztjährigen Front Row Seat to Earth den Durchbruch unter ihrem Alias Weyes Blood der endgültige Durchbruch gelang, war seit Mature Themes klar. Dennoch begnügt sich die gemeinsame Kollaboration für Mexican Summer auf Myths 002 damit, zur versponnenen Nischensensation für ihre Stammkundschaft zu werden.
Common as Light and Love are Red Valleys of Blood ist wahlweise das ausführliche Opus Magnum des "neuen" Mark Kozelek - oder aber endgültig der egozentrisch-polarisierende Tiefpunkt einer Entwicklung, die Sun Kil Moon seit einigen Jahren vollziehen. Die erschlagenden Masse dieses Doppelalbums suggeriert eher zweiteres, obgleich die Wahrheit wie so oft eher zwischen den Extremen zu suchen ist.


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