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Die Ausrichtung von WYW wurde bereits mit dem Split-Beitrag Adrift in You adäquat vorgegeben: Jacob Bannon setzt mit einer Allstar-Band im Rücken unter dem Solo-Banner Wear Your Wounds die Freiheiten fort, die er sich Mitte der 90er noch mit Supermachiner genommen hatte.
If Not Now, When war vor knapp sechs Jahren womöglich nicht der beste Grund, um Incubus während der darauf folgenden Bandpause zu vermissen; und 8 ist nun womöglich nicht gerade der relevanteste, um ihr Comeback zu feiern. Allerdings geben sich Brandon Boyd und Co. durchaus alle Mühe, alte Tugenden möglichst erfrischend und enorm catchy aufzuwärmen - scheitern aber nicht nur an einem alten Bandkumpel.
Am 9. Juli 2016 starb die kanadische Künstlerin Geneviève Castrée im Alter von nur 35 Jahren an Krebs. Phil Elverum versucht den Verlust seiner Ehefrau und Mutter der gemeinsamen Tochter nun mit A Crow Looked At Me zu verarbeiten - oder eher: überhaupt zu realisieren - und gebiert damit ein Mount Eerie-Werk von niederschmetternder Intimität und überwältigender Trauer.
Pure Comedy beobachtet akribisch, wie sich die Menschheit ihrem Untergang entgegenamüsiert - und ist darüber hinaus der über auslaugende 74 Minuten dauernde, wohltemperiert-elaborierte Moment, in dem Josh Tillman seine Rolle als Abziehbild-Hipster Father John Misty wunderbarerweise endgültig zu Kopfe steigt.
Okay, die Ende 2016 anhand von Varahtelija getroffenen Prognosen sind nicht eingetreten - der große Boom um Black Metal Bands, die wie Oranssi Pazuzu klingen wollen, lässt zumindest weiterhin auf sich warten. Macht aber nichts, so lange die Finnen selbst ihre originäre Genre-Melange weiterhin derart konsequent abliefern.
Samuel T. Herring und Co. tanzen mit The Far Field mittlerweile auf Autopilot geschalten durch ihren infektiös Synthie-Wave-Indierock. Was nur zu leicht auch als Vorwurf verstanden werden kann, verhilft Future Islands tatsächlich zu ihrem bisher kohärentesten Album.
Sieben Jahre nach dem Ende der Post Metal-Macht erscheint retrospektiv das ebensovielte Livealbum von Isis. Aufgenommen auf der Tour 2010 in Australien knapp vier Monate vor dem finalen Gig in Montreal.
Die auf Philip K. Dicks Roman Das Orakel vom Berge fußende Prämisse der Serie The Man in the High Castle ist im Grunde so faszinierend, wie die Ausführung des Amazon-Serienformates oft frustrierend zu wünschen lässt. Die dazugehörige, im Windschatten der zweiten Staffel unter der Schirmherrschaft von Brian Burton und Sam Cohen veröffentlichte Compilation Resistance Radio: The Man In The High Castle Album macht seine Sache dagegen von vorne bis hinten deutlich stimmiger.
Und weiter geht es (digital via Bandcamp und physisch über Contraszt bzw. Halo of Flies) mit dem atemlos daherkommenden Reigen an Cloud Rat-Split-Veröffentlichungen im Jahr 2017. Nach dem imposanten Doppel mit Moloch diesmal im Verbund mit der Deutsch-Niederländischen Abrissbirne Crevasse - und wieder einer Überraschung als Rausschmeißer.
Aimee Mann hat die fünf Jahre dauernde Plattenpause seit dem grundsolide langweilenden Charmer ideal genutzt, um sich mit Mental Illness auf eine ihrer Kernkompetenzen zu besinnen: Kleinode wunderschön berührender Melancholie, die ihrem Image so konventionell wie effektiv in die Hände spielen.










