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Dass das 15. Studiowerk seiner altehrwürdigen Institution klingen würde wie kein je zuvor von ihm aufgenommenes Album versprach Nick Cave im Vorfeld von 'Push the Sky Away'. Nun weiß man: keine leere Floskel, sondern ein Versprechen. Die Bad Seeds denken 30 Jahre nach ihrer Gründung an Ruhe aber nicht den Ruhestand.
Nicht die beste Zeit um sich im Shoegaze-Business einen Namen zu machen: The History of Apple Pie täten sich 22 Jahre nach 'Loveless' trotz ihres markanten Namens auch ohne des plötzlichen My Bloody Valentine- Comebacks 'm b v' schwer, beständig Oberwasser zu behalten.
Das dritte Foals-Studioalbum ist Aufbruch zu neuen Ufern mittels der Ausformulierung der auf den beiden Vorgängern eingeführten Grundprinzipien: das Gespür für Hits von 'Antitodes' inszeniert mit den aufgefächerten Mitteln von 'Total Life Forever' hievt die Briten in neue Pop-Sphären.
Was nach den ersten Blick auf Bandnamen, Albumtitel und musikalischen Strukturen nach ödem Auftauen von Battles und Konsorten aussehen mag, entpuppt sich bei der genaueren Auseinandersetzung als mehr als nur kompetentes Debutalbum der Walisischen Mathrocker. Den Nintendocore von Horse the Band weitergedacht, vertritt man eher die Japanische Schiene des Genres.
Dave Heumann befreit den dichten Americana-Folk seiner Band phasenweise zumindest ein klein wenig von der relativen Härte seines Vorgängers 'The Gathering', gewichtet die gebliebene Schwere und Intensität auf der melancholischen Lagerfeuerseite Arbouretum's. Alles beim alten also.
Ordentlich verwaschen ist es immer noch, das psychedelische 60s-Gebräu des Unknown Mortal Orchestra. Dabei erlaubt sich das Trio auf 'II' jedoch, den Popappeal in ihrem nebulösen Anachronismus gehörig zu konkretisieren.
Bittersüß: Adam Green und Binki Shapiro verarzten gebrochene Herzen mit reichlich melancholischem IndiePop mit 60er Schlagseite. Das ist auf eine unscheinbare Art und Weise tatsächlich berührender, als man annehmen möchte. Denn in der zweiten Reihe wird der extrovertierte New Yorker Green sogar ansatzweise erwachsen.
Die Erinnerung ist noch nicht verblasst: für den romantisiert-melancholisch gemeinten, aber irgendwo doch beschwingt und leichtfüßig inszenierten Twee-Pop auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum fand das Quartett aus London vor eineinhalb Jahren selbst auf dem trostlosen Friedhof sehnsüchtige Liebe.
Für Real Estate-Gitarrist Matt Mondanile ist Ducktails ab sofort nicht mehr nur Nebenprojekt, sondern gleich Zweitband und dazu Beinahe-Supergroup. Bis er damit seiner Stammformation den Rang ablaufen könnte, bedarf es jedoch noch einiger Feinjustierungen.
Was tun, wenn man J Mascis Wirken quasi mit dem Grundwasser aufgesogen hat, aber trotzdem lieber Powerpop hört, obwohl man Punkrocker ist und im Herzen Sludge-Metal schlägt? California X wissen es auch nicht so genau - machen aber ganz einfach mal!










