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"This split album is a juxtaposition of styles from the same mindset. One story told two ways." Das lange vorbereitete Gipfeltreffen zwischen Englands übersehendstem Singer-Songwriter und Japans Königen zwischen allem, was von Doom über Drone bis 'Heavy Rock' möglich ist, ist beinahe der erwartete Geniestreich geworden.
Mag schon sein, dass Paul Banks' Soloalben als schwächere Inkarnationen von waschechten Interpol-Alben ein wenig die Lückenbüßer spielen müssen. Nur übel nehmen wird man ihm das auch nach dem gelungenen 'Banks' keineswegs.
Drei Jungspunde aus Brighton erforschen neugierig, was die Welt zwischen Math-, Post- und zackigem Indierock alles für sie an Überraschungen parat hält. Für's erste finden sie dabei zehn erstaunlich kunstvolle Songs, die sich ganz und gar nicht gegen ihren untrügbaren Hitappeal wehren, aber eben auch in glänzender Elegie zu schwelgen verstehen. Ein fantastischer Einstand jedenfalls.
Was haben Fiona Apple, DMX, Neurosis und Pig Destroyer gemeinsam? Auf den ersten Blick natürlich nichts und auch auf den zweiten abseits ihres Musikerdasein wenig, aber richtig: 2012 haben sie alle – oder werden zumindest noch - nach zumindest einem halben Jahrzehnt Wartezeit wieder neue Alben veröffentlicht. Und natürlich, die Zeit, in der Musiker mehrere Veröffentlichungen pro Jahr hatten, ist spätestens seit den 80ern bis auf wenige Ausnahmen ohnedies vorbei - manch eine Veröffentlichung lässt trotzdem verdammt viel Zeit.
John Maus versammelt fünfzehn Raritäten, aufgenommen zwischen 2003 und 2010, die älteste kramt er sogar aus der Schublade von 1999. Wüsste man dies nicht, könnte man die daraus entstandene, zutiefst anachronistische Dreiviertelstunde nur zu bereitwillig wieder in die tiefsten 1980er stellen.
Wer wartet 2012 immer noch ernsthaft auf die Rückkehr von D’Angelo, wenn der heiß gehandelte und hoch gehypte Frank Ocean zeitgleich mit seinem offiziellen Debütalbum dem R&B und Soul mit modernem Anstrich Herzen zum schmelzen bringt?
Nahezu zeitgleich mit seinem Förderer El-P taucht auch Ian Matthias Bavitz nach einem halben Jahrzehnt wieder aus der Versenkung als Solokünstler auf. 'Skelethon' entschädigt für die lange Wartezeit mit einem Aesop Rock in Rein- und Bestform.
Mit dem Hinweis, dass sein Alter Ego Julian Plenti noch lebt, veröffentlicht Interpol Sänger Paul Banks zumindest die interimistisch eingeschobenen, auf 2300 Vinyl- bzw. 1800 CD-Exemplare limitierten EP unter eigenen Namen. Viel wichtiger: das lässt für Oktober auf Anständiges hoffen.
Wer denkt, Joyce Manor hätten es auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum letztes Jahr schon eilig gehabt, den belehren die vier Jungspunde auf 'Of All Things I Will Soon Grow Tired' nun eines besseren.










