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Auch wenn die Heydays der umtrunkmotivierenden Crossover-Thrasher längst vorbei sind, gehen neue Baukastennummern der Genre-Experten Municipal Waste dann doch immer noch ansatzlos klar. Was sogar die vier Songs der nur durchschnittlichen The Last Rager-EP bestätigen.
Machen Wolf Parade sich etwa etwa bereits für ihr fünftes Studioalbum warm? Das überraschend synthielastige Against the Day brächte jedenfalls unvermittelt auf Betriebstemperatur - ohne deswegen aber gleich in Euphorie zu versetzen.
Die designierte Allstar-Kombo Sect veranstaltet aus dem Hinterhalt kommend mit Blood of the Beasts zum dritten Mal eine dreckige Treibjagd im rücksichtslosen Unterholz aus noisezerfressenem Metalcore und tieffinsterem Hardcore Punk.
Nur wenige Monate nach der Rückkehr mit Venus in Leo legen Jonnine Standish und Nigel Yang für Jeffrey Peixotos Scientology-Dokumentation Over The Rainbow die erste Soundtrack-Arbeit von HTRK vor.
Ein esoterischer Hoffnungsschimmer: Nick Cave lässt die Trauer über den Tod seines Sohnes Arthur nicht hinter sich, findet auf dem Ambientwerk Ghosteen in unmittelbarer Reaktion auf Skeleton Tree aber womöglich einen Weg, um mit dem Trauma zu leben.
Hello Exile bestätigt, was die starken Interimssingles Toy Soldiers, The Freaks und No Penance / Cemetery Garden ohnedies schon erwarten ließen: Das leicht schwächelnde After the Party hat keinen Qualitätsniedergang bei den so konsitenten Menzingers eingeleitet.
Zehn Jahre nach Worse than Alone setzt die wiedervereinigte Nischensensation The Number Twelve Looks Like You zum neuerlichen Weirdo-Mindfuck an: Wild Gods ist ein grotesker Amoklauf durch das meisterliche Mathcore-Kuriositätenkabinett - samt erfrischend herausgestellter Jazz-Schlagseite.
Hat etwa ausgerechnet Pure Noise Records die Senkrechtstarter von SeeYouSpaceCowboy weichgespült - oder die Band für ihr Debütalbum The Correlation Between Entrance and Exit Wounds nur ihre Perspektiven erweitert?
Nein, natürlich legen The Darkness mit Easter is Cancelled keinen tatsächlichen Wert auf kontroverse Ketzerei. Sie verpacken ihren typisch überkandidelt humoristischen Glam und Hard Rock diesmal nur in eine etwas aufmerksamkeitsgeischendere Optik.
Zwei Songs, die ursprünglich auf 500 Vinylexemplare limitiert nur zum kanadischen Record Store Day 2019 erschienen waren (und mittlerweile natürlich ausverkauft sind), werden nun zumindest digital weltweit verfügbar gemacht. Gut so, denn Free Fall und Fading Out gehören zum Besten, was die Kanadier im vergangenen Jahrzehnt veröffentlicht haben.










