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Der Clou ist natürlich nicht, dass Calexico auch auf ihrem neunten Studioalbum einmal mehr so unverkennbar nach Calexico klingen. Der Clou ist viel mehr, dass sie dies einmal mehr nicht unverrückbar tun, sondern ihren typischen Sound ein weiteres Mal geschickt um minimale Nuancen soweit verlagern, dass ihre zuverlässige Souveränität keine gravierenden Abnutzungserschneinungen zeigt.
Ein adäquater Tribut an die Jamrock-Legende um John Garcia schreit förmlich nach weit streunenden Songs, nach Länge und einer generell ausufernden Verneigung. Wie erschöpfend die Dessner-Brüder nun aber ihre seit Jahren angekündigte Grateful Dead-Songsammlung vollenden, sprengt dann doch - willkommernerweise - jeden Rahmen.
"I live in constant debt/ To feel you, invented" schmeicheln Jimmy Eat World in einem ihrer wenigen späten Glanzmomente verliebten Herzen auf rührende Weise, "We still believe in love/ So fuck you" knallen Elbow weniger profan mit der Wucht eines Festivalchors vor den Latz: 15 Songs für den Valentinstag 2015.
Yuck haben sich bekanntlich von ihrem Sänger Daniel Blumberg getrennt. Die Londoner sind allerdings nur zweimal - zu Beginn und gegen Ende - eine Instrumentalband und haben dazwischen entgegen vorauseilender Andeutungen immer noch weitaus stärker am Schaffen von Yo La Tengo als an jenem von My Bloody Valentine Interesse und in Max Bloom dazu eine durchaus würdige Frontmannvertretung gefunden.
2 Jahrzehnte nach der Bandgründung erfinden sich Tocotronic wieder einmal ein Stück weit neu, auch, weil knappe 18 Jahre nach 'Digital ist besser' analog doch am besten ist und die Hamburger Institution damit nicht nur in ungekannten Soundwelten angekommen ist, sondern bereits vorsichtig andeutet ihr Alterwerk in greifbarer Nähe zu erkennen.