Oliver
Hundred Reasons kommen nach knapp 16 Jahren mit Glorious Sunset, einem Comeback, das im besten Sinne unmodern geraten und als direkte Verbindung in die Phase nach dem Milleniumwechsel konstruiert klingt, aus der Zeit gefallen.
Rund ein Jahr nach Wóohitike beschwört das indigene Enigma Maȟpíya Lúta mit Wowahwala eine zweiten Ausritt in die Black Metal-Prärie - und unterstreicht damit seines vom Geheimtipp eigentlich endgültig zur Szene-Spitze aufgestuft gehören müssenden Status.
14 Jahre nach To Lay Like Old Ashes tun die wiedervereinigten Austere wenig, um sich aus der generischen Melange des Atmospheric Black Metal und DSBM herauszuschälen, fahren damit auf Corrosion of Hearts aber erstaunlich gut.
Dass Sam Beam seit geraumer Zeit offenbar keine Lust mehr auf neues Iron & Wine-Material hat, sondern sich primär der Archiv-Sichtung sowie der Veröffentlichung von Live-Aufnahmen widmet, kann man ihm anhand des Who Can See Forever Soundtracks ziemlich leicht verzeihen.
Tunic-Frontmann David Schellenberg hat abseits des Band-Alltags gezwungenermaßen Bekanntschaft mit konventionellen 40-Stunden-Arbeitswochen gemacht. Und für sich entschieden, dass dies ein Wrong Dream für ihn zu leben wäre.
Seit ihrer zweiten EP Doomswayers im Jahr 2022 ist es (abseits der beiden Standalone-Singles Hyde Park Coroner und Hollywood) relativ ruhig um die arty Postpunks von Leggs geworden. Dies ändert sich durch Fester nun nur bedingt.
Ariel Engle (Broken Social Scene, La Force) und Efrim Manuel Menuck (Godspeed You! Black Emperor, Thee Silver Mt. Zion) harmonieren in überirdischer Trance auf Darling The Dawn, ihrem zweiten Album als ALL HANDS_MAKE LIGHT.
Die Abrechnung - mit sich selbst, oder doch eher alten Kollegen? Wie auch immer: Drei Jahre nach seinem Rausschmiss gelingt Tom Meighan mit dem Solodebüt The Reckoning jedenfalls doch tatsächlich das solideste Kasabian-Album seit langer Zeit.
The End of LINGUA IGNOTA: Live at Islington Assembly Hall - Reverend Kristin Michael Hayter legt den Mitschnitt vom Abschied ihres alten Alias digital via Bandcamp auf.
Die das Jahr ziemlich furios eröffnende Split mit Yashira hat vorweggenommen, dass der Neustart von Horsewhip erfolgreich verlaufen würde. Consume and Burn bestätigt dies nun - allerdings weniger begeisternd, als erhofft.










