Reviews
The Night They Came Home, der wahnwitzige Spagat zwischen Thrash Metal-Feuerwerk und Comedy Special, den Mr. Bungle zu Halloween 2020 als Livestream Event von der Leine ließen, gibt es nun auch auf CD, Blu Ray und Videokassette.
Eine Werkschau nach gerade einmal drei Alben und ebenso vielen EPs ist natürlich absurd, passt aber zum diffusen Eindruck, den Noel Gallaghers handverlesenes Sammelsurium Back the Way We Came: Vol. 1 (2011-2021) hinterlässt.
Am 9. April hat sich Natasha Khan zuhause an ihr Tasteninstrumenten gesetzt, um Livestream at Home. Los Angeles, 2021 aufzunehmen: Neun Songs aus dem Repertoire von Bat for Lashes (plus ein Coversong), so zurückgeschraubt und intim reduziert inszeniert, zauberhaft besonnen aufbereitet.
Überzeugender als erwartet: Auf dem ihrer (u.a.) Song Contest-Siegernummer Zitti e buoni vorweggeschickten (Mini)Album Teatro d'ira - Vol. I spielen Måneskin solide Hard- und Classic Rock-Standards im Geiste harmloser 70s.
Black Midi haben den improvisierten Ansatz von Schlagenheim auf Cavalcade gegen vorbereitetes Songwriting getauscht - was der Unberechenbarkeit der britischen Senkrechtstarter jedoch eigentlich keinen Abbruch getan hat.
Doom Metal und Sludge als Gebetsmühle: Eremit machen auf Bearer of Many Names weiter, wo sie 2019 ihren Weg mit Carrier of Weight begonnen, und im vergangenen Jahr mit der EP Desert of Ghoul fortgesetzt haben.
Michelle Chongmi Zauner alias Japanese Breakfast geht endlich der Knopf auf: Jubilee beginnt mit dem besten Song, den Beirut so nie geschrieben haben, und endet mit einer über sich selbst hinauswachsenden Sternstunde.
Nach einer Stafette an wirklich vielversprechenden Singles und EPs in den vergangenen Jahren ist If I Could Make It Go Quiet, das Debütalbum von Girl in Red, leider nur ein solide gemachtes, simpel gestricktes und mit frustrierend überschaubarer Halbwertszeit ausgestattetes Sammelsurium an elektronischen Indie-Bedroom-Pop-Bagatellen geworden.
Spoken Word, Neo Soul und Jazz in Freeform, irgendwo zwischen Gil Scott-Heron, King Krule und D'Angelo: Nick Hakim und Roy Nathanson verarbeiten auf Small Things Gedichte zu formoffenen Songs.
Die Genfer Eidgenossen von Rorcal und (das Alias ihres ehemaligen Bassisten Bruno Silvestre Favez) Earthflesh gehen auf der Kooperations-EP Witch Coven den Schulterschluss im Rahmen aus Blackened Doom, Sludge, Industrial und Drone ein.










