Reviews
Wenig überraschend: Die beste Substanz des zeitlich versetzt veröffentlichten (zweieiigen) Zwillingspaares Mea Culpa und Vernissage My Heart kombiniert hätte Magic Life einen grandiosen Nachfolger bescheren können. Und ganz generell ein schlüssigeres Gesamtwerk ergeben, als es nun auf zwei mehr oder minder kompakte Veröffentlichungen aufgesplittet der Fall ist.
Haben FIDLAR mit dem sprunghaften Almost Free womöglich jene Art hemmungslos über die Strenge schlagendes Over the Top-Potpourri aufgenommen, von dem auch Weezer in ihren unersättlichsten Momenten träumen sollten?
Ian Brown hat für sein siebtes Soloalbum die altbekannte Attitüde und Haltung eingenommen, seine Trademarks bei der Hand. Was Ripples dabei jedoch vollends fehlt, sind überzeugende Songs.
Sunshine Rock als neue Perspektive: Tatsächlich hat Bob Mould hat den Optimismus gefunden, zuversichtlicher und lockerer klang der ehemalige Hüsker Dü- und Sugar- Boss seit Jahrzehnten nicht.
Ihren Nimbus der Unfehlbarkeit von geradezu mystischer Tragfähigkeit hat die kanadische Supergroup Broken Social Scene in diesem Jahrzehnt leider ein bisschen unspektakulär verspielt. Daran ändert auch das sehr nette Let's Try the After (Vol. 1) vorerst nicht.
Warum Black Brick keinen Platz auf Ordinary Corrupt Human Love gefunden hat, ist offensichtlich: Härter als auf den nun als Standalone-Single veröffentlichten siebeneinhalb Minuten waren Deafheaven selten, schon gar nicht auf der für den Grammy nominierten Schönheit aus dem Jahr 2018.
As Long As We Keep Moving ist entgegen seines Titels ein sinnentleerter Tritt am Stand: Maxïmo Park haben zum Abschied des nach Australien ausgewanderten Keyboarders Lukas Wooller ein Livealbum ohne Publikum aufgenommen.
Lee Dorian folgt seiner Vorliebe für okkulte Nischensensationen mit massentauglichem Konsens-Appeal einmal mehr und legt das 2018 im Selbstvertrieb erschienene Debütalbum von Twin Temple neu auf. Eine so typische wie unkonventionelle Ergänzung für den Roster seines Labels Rise Above.
Um eine bezaubernde Single wird eine schlüssig funktionierende EP konzipiert: Die Leisetreter von The Saxophones liefern mit der Singing Desperately Suite einen stimmigen Nachsatz zum sehr feinen Debüt Songs of the Saxophones aus dem vergangenen Jahr.
"This split is a tribute to grief: The final act of love." Coltsblood aus Liverpool treiben gemeinsam mit UN aus Seattle den transatlantischen Nagel in das Kreuz aus extrem langem, extrem langsamen Doom.










