Droneflower – (Burials)
Über sieben Jahre ist Droneflower (bzw. sein Appendix) mittlerweile alt. Dass das Projekt jedoch noch lebt, beweisen die beiden neuen Songs unter dem Banner (Burials).
Tatsächlich haben Marissa Nadler (Vocals, Lyrics) und Stephen Brodsky (Gitarre, Vocals , Lyrics) für ihre Kooperation offenbar nicht nur den Titel ihres Debütalbums als Bandnamen übernommen, sondern Droneflower durch die Hinzunahme von Shearwater-Keyboarderin Emily Lee auch personell aufgestockt.
In dieser Konstellation arbeitet man angeblich bereits an einem Zweitwerk, doch zum „first Bandcamp friday of spooky season“ spendiert das Trio mit (Burials) erst einmal zwei neue Songs.
Den Beginn macht das „pretty self explanatory“ Sky Burial, das vordergründig den typischen Dark Folk von Nadler so verhuscht und ätherisch betörend zupft, während Brodsky dahinter eine prägnant drängende Metal Gitarre mit heulender Core-Tendenz und nachbratendem Drone spielt, während das Keyboard warm texturiert. Was für ein herrlicher Kontrast, der keine Bedenken zeigt, seine Amplituden exaltiert auszuleben!
Im folgenden Drive It In („written for a nixed Buffy the Vampire Slayer reboot“) übernimmt dagegen Brodksy die Leadstimme – anmutig, klar und bezaubernd -, derweil Nadler die bedächtig schreitende, funkelnd klimpernde und mit kammermusikalischer Andeutung ausgeleuchtete Acoustic-Nummer zurückhaltend im Hintergrund begleitet.
Schade nur, dass die Nummer nach 84 Sekunden so abrupt endet und (Burials) so einen skizzenhaften Beigeschmack mit auf den Weg gibt – was die Vorfreude auf den zweiten Droneflower-Langspieler allerdings dennoch keineswegs mindert.


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