Moby – Almost Home, Live in the Fonda, LA

von am 20. Mai 2014 in Livealbum

Moby – Almost Home, Live in the Fonda, LA

Der New Yorker Vorzeigeveganer Richard Melville Hall, besser bekannt als Moby, veröffentlicht mit dem Live-Doppelalbum ‚Almost Home‘ eine solide Umsetzung seines Studioalbums ‚Innocents‘, Best-of inklusive. Das Fold-Out Card Sleeve bietet auf insgesamt 4 Discs (2x CD, 2x DVD) Mitschnitte der drei Konzerte vom Oktober 2013 um das Album ‚Innocents‘ zu promoten. Gleichermaßen geeignet für Fans sowie solche die es noch werden wollen.

Almost Home‚ beginnt mit einem Moby-typischen hypnotischen Set aus Songs vom 2013 veröffentlichten ‚Innocents‚ und wird mit der zweiten Disc, auf der sich alle Hits des New Yorkers im Live-Gewand präsentieren, zu einer richtig ausgelassenen Party. Doch zuerst zu den ‚technischen‘ Details der Live-Veröffentlichung: Fans aufwendig produzierter Dolby Surround Sounds werden enttäuscht sein, denn auf den vier Discs findet sich lediglich eine Stereoabmischung, die zwar sauber und ordentlich gemacht ist jedoch die technischen Möglichkeiten außer Acht lässt. Selbiges gilt für die Bildqualität des beigelegten Videomitschnitts des Konzerts. HD-verwöhnte Augen werden zunächst ungläubig das rieslige Bild auf mögliche fehlerhafte Abspielgeräte schieben oder den Player am PC wechseln um schließlich festzustellen, dass es im Jahr 2014 noch DVD-Mitschnitte in VHS-Qualität gibt. Aber schließlich soll die Musik des Künstlers Moby im Vordergrund stehen und die ist richtig gut.

Die gewohnte elektronische Lo-Fi-Kost des Albums ‚Innocents‚ wird live so organisch wie nur möglich umgesetzt. Dadurch entsteht ein fast schon heimeliges Ambiente, dass sich dem Motto ‚Almost Home‘ passend fügt. Hinzu kommt der tolle Einsatz der Live-Band und vorallem des Chors. Der Opener ‚Everything That Rises‚ klingt so, als wäre er nur für das Livespielen geschrieben worden. Auch die Gästeliste des Konzerts kann sich sehen lassen: unter anderem ergänzen Damien Jurado, Mark Lanegan und Skylar Grey das Bühnenteam. Der Auftritt gemeinsam mit Damien Jurade beim Titelsong ‚Almost Home‚ zählt sicherlich zu einem der Höhepunkte des Live-Albums.

Zur Ansammlung der zahlreichen Hits auf der zweiten Disc gibt es wenig zu sagen, außer das es eine beeindruckende Werkschau Mobys in einer tollen Liveumsetzung ist. Von ‚Why Does My Heart Feel So Bad?‚ über ‚Lift Me Up‘ bis hin zu ‚We Are All Made Of Stars‘ ist alles dabei was das Fanherz begehrt. Einige Songs erfahren eine regelrechte Umwidmung, so wird der Song ‚Honey‚ zu einem stampfende 70er Jahre Hit oder ‚Slipping Away‘ eine akustische Ballade.
Moby zeigt einmal mehr, wer der Meister im zelebrieren der Melancholie ist und lädt mit dem Livealbum alle zu ihm nach Hause ein um mit zu feiern. Für Fans ein Muss – für alle die Moby antesten wollen bestens geeignet. ‚Almost Home, Live in the Fonda, LA‚ ist etwas mehr als ein solides Live-Album, das Songs zum Teil im neuen Gewand erscheinen lässt und mit seiner Werkschau in keiner Moby-Fan-Sammlung fehlen sollte. Technisch wäre sicher noch mehr drin gewesen, gerade in Zeiten großer HD(!)-Flatscreens und Heimkino-Soundanlagen.

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