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Oozing Wound schrauben den absurden Sci-Fi-Humor ihrer atemlos riffenden Attacken marginal zurück und justieren ihr wüstes Amalgam aus Thrash-Ausritten und noisig-hetzendem Sludge geringfügig neu. Was aber ebenso wenig an der generellen Gangart der Chicagoer Wüstlinge ändert, wie an ihrem schweißpeitschenden Unterhaltungswert.
"I prefer not to ... share!", lehnt sich das Leitmotiv des Steirischen Herbst 2014 [von 26. September bis 19. Oktober] vage an Herman Melville's Bartleby the Scrivener an. Dabei zeigt sich das Festival für zeitgenössische Kunst auch in seinem 46. Jahr absolut nicht geizig, was alleine das Angebot an sehenswerten Konzerten angeht. Um nicht die Orientierung im reichhaltigen Programm zu verlieren deswegen an dieser Stelle ein kurzer Überblick über die markantesten musikalischen Pflichttermine.
Nachdem das Label von PeterLicht keine neue Platte finanzieren wollte, schlug der Schöpfer des Hits 'Sonnendeck' den Weg des Crowdfunding ein. Herausgekommen sind dabei knapp zwei Stunden voller deutschsprachiger Popkunst zwischen Utopie und Klamauk bzw. ein Live-Album mit allen Hits, zahlreichen Neuinterpretationen und herrlich absurder Geschichten.
Andy Falkous ist derzeit arbeitslos. Weil seine Kumpels von Future of the Left aber keine Zeit hatten um ihm beim Vertonen seines Missmutes unter die Arme zu greifen, hebt Falco als Beschäftigungstherapie kurzerhand eine neue Baustelle ("one 'man'. band. NOT a solo artist.") aus der Taufe. Tatsächlich neue Erkenntnisse über den musikalischen Kosmos des Walisers liefert Christian Fitness dabei allerdings keine.
Seit 'Kentucky' weiß man: Austin Lunn ist ein Folkmusiker im Körper eines Black Metal-Derwischs und ein Anarchist und fähiger Träumer, wenn es darum geht, sein Songwriting zwischen den Stühlen zu positionieren. Zwei Jahre später denkt 'Roads to the North' die scheuklappenbefreiten Ansätze seines Vorgängers mit noch weiterem Blickwinkel und gleichzeitig geschärfterem Fokus imposant weiter.
„We got lost on the right way” Das stellen die Jungs von Deadends auf ihrer aktuellen EP ‘choices.’ fest. Am richtigen Weg sind die Vier auf jeden Fall, denn nach nicht mal einjährigem Bestehen haben sie sich in der Grazer DIY-Punk-Szene bereits einen Namen gemacht. Heavy Pop hat sich mit Vik (Vocals, Gitarre) und Brandy (Bass) getroffen, um über ihre Entstehung, amerikanische Labels und Kassetten zu plaudern.
'Flucht in die Flucht' ist bereits das zehnte Studioalbum der Hamburger um Frank Spilker - dabei aber so frisch wie ein Debüt. Auf die Discoscheibe '24/7' folgt der Ausritt in die Psychedelicabteilung.
Mit grandiosen Einzelsongs voller hymnischer Spitzen und himmelschreiender Schönheit gelang es Dry the River 2012 aus der Masse des Indie-Folkrock hervorzustechen. Zwei Jahre später macht es sich die Band mit 'Alarms in the Heart' zumindest auf den ersten Blick selbst schwer dieses Kunststück zu wiederholen, indem die großen Ausreißer nach oben in eine ausgeglichenere Balance mit weniger überwältigenden Schwankungsbreite gebracht wurden.
Ty Segall meldet sich nach einer für seine Verhältnisse unfassbar langen Veröffentlichungspause von beinahe einem Jahr mit einem nach eigenem Ermessen als Doppelalbum zu betrachtenden Triumphzug zurück. Ernsthaft: der wird immer besser!
3 x 3 Reviews im Kompaktformat: Bird Eater - 'Dead Mothers Make the Sun Set' | Cerebral Ballzy - 'Jaded & Faded' | King Dude - 'Fear' | Klaxons - 'Love Frequency' | The Pains of Being Pure at Heart - 'Days of Abandon' | Sylvan Esso - 'Sylvan Esso' | Trainwreck - 'Old Departures, New Beginnings' | Trap Them - 'Blissfucker' | Tune-Yards - 'Nikki Nack' |









