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Mit zwei Alben ohne nennenswerte Langzeitwirkung im Rücken holten die Fratellis für 'Eyes Wide, Tongue Tied' mit Tony Hoffer einen alten Bekannten zurück, der gleich mal nahezu alle Kompositionen über den Haufen warf, die das Trio bis dahin für ihr viertes Studioalbum parat hatte. Zu bedeutend mehr als supereingängigen Belanglosigkeiten konnte der Goldesel-Produzent seine schottischen Kunden bei der zweiten Zusammenarbeit allerdings nicht motivieren.
7 Jahre und eine erfolgreiche Entziehungskur nach '¿Cómo Te Llama?' schickt sich Albert Hammond, Jr. auf seinem dritten Soloalbum an, all jene Fans der Strokes wieder an Bord zu holen, die den New Yorkern nach 'First Impressions of Earth' nicht weiter folgen wollten.
Brian Fallon und seinen Jungs scheint klar zu sein dass ihnen die großen Melodien ausgehen. Auf ihrem fünften Studioalbum versuchen die New Jersey-Punkrocker diesen Missstand zwischen leidlich inspirierten Selbstplagiaten und ausgewaschenen Standards wenig konsequent mit einer schaumgebremsten Aufbruchstimmung zu kaschieren.
"‘In Time to Voices’ überspringt keine Entwicklungsstufe, sondern parkt sich eher mitten in eine solche, ist als Album zerrissen zwischen Bewährtem und den sich auftuenden Möglichkeiten." endete die Kritik zu ihrem dritten Studioalbum, dass das Duos aus Brighton am Scheideweg präsentierte. Zwei Jahre später lassen Blood Red Shoes Konsequenzen in gewisser Hinsicht vermissen und rudern lieber wieder einen Schritt zurück - und schalten auf Autonomie.
"Oh you were majesty/ Now it's like I said/That spirit/ it's now dead" sang Sivert Høyem 2002 im vielleicht schönsten Madrugada Song; drumherum gibts dieses Jahr 14 ebenfalls weniger optimistische Nummern für den Tag der Liebenden.
'Jake Bugg' ist ein Paradebeispiel dafür, dass nicht jeder Hype von der Insel derart gehaltvoll sein muss, wie er es verspricht - dabei jedoch trotzdem so richtig gut unterhalten kann. Aber nebenbei führt dieses mächtig einschlagende Debütalbum zwischen Bluesrock, Folk, Country und klassischer Singer-Songwriter-Pop-Affinität auch vor Augen, dass viele Probleme der Plattenindustrie auf stupideste Art und Weise hausgemacht sind.
Eine einfache Rechnung: ∞+1 ist das neunte Studioalbum von (den personelle Umbrüche erfahren habenden) Bilderbuch. Und darüber hinaus vielleicht genau das, von dem Julian Casablancas träumt.
Mahashmashana (nach Mahāśmaśāna, was einen „großen Verbrennungsplatz“ bezeichnet) erweist sich als vielseitiger, ambitionierter Schmelztiegel voller großartiger Songs. Und als unausgegorenes Album.
Für Loja, sein drittes Solo-Studioalbum seit dem Ende der für immer schmerzlich vermissten Maccabees, ist Orlando Weeks endgültig angekommen - in seiner neuen Heimat Lissabon und ganz bei sich selbst.
Dass er zumindest vorerst keine Zeit für Volume 2 von Fat Pop fand, hat schon seinen Grund: Altmeister Paul Weller ist 66 - und musste diesen Umstand erstmal mit seinem 17. Soloalbum in aller Frische feiern.










