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Noch druckvoller als auf Platte inszenieren The Twilight Sad im kleinen Rahmen ihren tanzbaren Melancholiereigen als Schnittstelle zwischen schottischer Kauzigkeit, ausladender Sigur Rós Ästhetik und energischem Postpunk Drive englischer Prägung.
Zur Halbzeit des diesjährigen, auf zwei Wochenenden ausgeweiteten Coachella-Festivals klinkt sich die Indie Legende um Frank Black in die Feierlichkeiten ein.
Wenn ein Album bereits im ersten Song mit derart eigener Handschrift Neil Young zitiert und das nachfolgende eigene Material kaum schlechter ist, kann eigentlich nichts mehr schief gehen - sondern die Sache höchstens eine Spur zu lange werden.
Cloud Nothings wachsen zur Band , tauschen Lo-Fi Pop gegen indie tauglichen Noiserock. Mehr noch: 'Attack on Memory' löscht die Erinnerung an die bisherige Discography Dylan Baldis beinahe vollständig und sollte Steve Albini die Füße küssen.
Gleich vorab: Natürlich hätten sich alleine schon vor allem Bull Nakano und xWeaponx an dieser Stelle eine Positionierung für ihre herausragenden Kurzformate verdient gehabt. Weil nominelle Demos bei der alljährlichen EP-Liste aber (zugegeben mal mehr, mal weniger konsequent) ausgeklammert werden, bleiben diese beiden Schmuckstücke an dieser Stelle jedoch im Filter stecken.
Ob der Schmerz über den Split von Every Time I Die 2022 seitens vieler Labels einfach noch zu schwer wog? Anders ist es jedenfalls kaum zu erklären, warum Boreihr Debütalbum Feral so lange nicht an den Mann brachten.
Aus einer gemeinsamen DIY-Show wurde eine darauffolgenden Tour, die nun in einer Split Seven Inch von Missouri Executive Order 44 und Usurp Synapse gipfelt. Hinter einem entsprechend tollen Artwork finden damit eine der heißesten neuen Aktien im Spannungsfeld aus Math- und Grindcore mit einer waschechten (gefühlt abseits der öffentlichen Wahrnehmung wiederbelebten) Szene-Legende zusammen.
Tendrils kann und will die Erwartungshaltung an eine der legendärsten Screamo-Bands der 90er nicht stemmen, überzeugt dafür aber als veritabler Neustart für die guten Gewissens älter gewordene Band Saetia.


![The Twilight Sad / Sereph [20.04.2012 PPC, Graz] The Twilight Sad / Sereph [20.04.2012 PPC, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/04/TTS-Live.png?resize=205%2C205&ssl=1)







