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Bilderbuch zelebrieren, reflektieren und fragmentieren den All Inclusive-Club des Lebens auf Magic Life mit einer geradezu selbstverständlichen Eigenwilligkeit, feiern ihren eklektisch-überspitzten Trademark-Sound aber vor allem deutlich entspannter und demonstrativ sperriger, als auf der durch die Decke gehenden Hitschleuder Schick Schock.
Auch zwölf Jahre nach dem weiterhin seinen Schatten werfenden Debütalbum lässt sich Alec Ounsworth nicht unterkriegen und manövriert seine - dank Bassist/Produzent Matt Wong zumindest auf dem Papier immer noch als eine solche durchgehende - Band Clap Your Hands Say Yeah auf The Tourist wieder zurück in weniger elektronische Gefilde als zuletzt. Und damit auch näher hin zu alten Stärken.
Beachheads liefern auf ihrem Debüt schmissigen Indierock mit nonchalanter Popkante, dem man seine latente musikalische Harmlosigkeit nicht nur deswegen locker verzeiht, weil die Norweger ein Händchen für nebensächlich unangestrengte Melodien haben.
Wer die Schönheit von The Antlers bereits am Maximum der dezent schwelgenden Subtilität verortet hat, wird vom so vergänglich schwebenden Impermanence nun tatsächlich eines Besseren belehrt: Zauberstimme Peter Silberman hat mit seinem ersten Soloalbum ein minimalistisches Stück Indie-Reduktion im Geiste Jeff Buckleys aufgenommen.
Die Melvins-Dampframme Buzz Osborne und Dale Crover an Gitarre und Schlagzeug, Le Butcherettes- bzw. Bosnian Rainbows-Energiebündel Teri Gender Bender am Mikro (sowie wahlweise zusätzlich an dezent eingesetztem Keyboard und/oder zusätzlicher Gitarre), dazu der nimmermüde The Mars Volta-/At the Drive-In-Tausendsassa Omar Rodríguez-López als zweckmäßig arbeitender Bassist - das sind Crystal Fairy.
Die so unheimlich versierte Backingband vom Konzept-Ungustl Emotional Mugger hat Ty Segall für sein nicht ohne Grund zweites selbstbetiteltes Album behalten, die überdimensionierten Masken und der demonstrativ kaputte Wahnsinn sind jedoch abgelehnt: Der ruhelose Vintage-Meister legt eines seiner persönlichsten Alben bisher vor.
Dem Hype um Culture, das Zweitwerk von Quavo, Takeoff and Offset konnte man sich vorab kaum entziehen - spätestens nicht, als Donald Childish Gambino Glover im Zuge der absolut verdienten Golden Globe-Auszeichnung für das großartige Atlanta die Vorabsingle Bad and Boujee als besten Song aller Zeiten pries und Migos als die Beatles dieser Generation feierte.
"Where we gonna go now that our 20s are over?" fragen The Menzingers gleich im ersten Refrain von After the Party, treten mit zahlreichen "Oh Yeahs", augenzwinkernd-ambitionierten Lösungsansätzen ("Let's go to Vegas/ Put it all on black and get married by Elvis") sowie einem demonstrativen Zug hin zum gefälligeren Poppunk aber umso optimistischer die Flucht nach vorne an.
Mit ihrem so grandiosen - wie stilistisch unkategorisierbaren - offiziellen Debütalbum Ujubasajuba segelten Kairon; IRSE! noch weitestgehend unter dem Aufmerksamkeitsradar hindurch (Sollte dies der Fall sein: Unbedingt im Bandcamp der Finnen vorbeischauen!). Ohne, dass das Quartett aus Seinäjoki sich mittlerweile gravierend handlicher präsentieren würde, könnte sich dies dem (je nach Zählweise) Zweitwerk Ruination nun möglicherweise allerdings ändern.
Tim Darcy posiert auf dem Cover von Saturdy Night ernst, manierlich und gegenwärtig vor aufgeräumt-stilisierter Umgebung. Eine gefinkelte Begrüßung, beobachtet der Ought-Frontmann doch dabei eigentlich vor allem, wie sein erstes Soloalbums mit Fortdauer immer weiter ausfranst und sich völlig ungezwungen in der vagen Orientierungslosigkeit auslebt.










