Suche nach: de la soul
As You Were ist nach dem unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung durchplätschernden Ende von Beady Eye natürlich nicht das prolongierte Meisterwerk geworden, das Liam Gallagher selbst standesgemäß in seinem späten Solodebüt hört.
Luciferian Towers, das dritte Studioalbum seit der Rückkehr der Postrock-Institution, entlässt als Routinearbeit mit subtiler Schwerpunktverlagerung relativ ernüchternd: Seit wann berühren und überwältigen die Genre-Monolithen von Godspeed You! Black Emperor nur noch in überschaubaren Ausmaß?
The Killers haben ihre Lehren aus dem tollen Brandon Flowers-Sologang The Desired Effect gezogen: Wenn schon schlechter Geschmack, dann aber richtig - das Songwriting muss den selbstbewussten Kitsch eben doch irgendwie stemmen können. Das immer wieder über das Ziel hinausschießende Wonderful Wonderful schafft insofern vieles, was bei dem grottig-egalen Vorgänger Battle Born noch in die Hose ging.
Tyler Childers wandert mit belebten Countrysongs im Rücken durch sein persönliches Purgatory auf Erden. Und legt in der immer wieder schneidenden Schere aus Form und Inhalt damit durchaus das Genre-Schmankerl vor, das die Spatzen von den Dächern herbeigepfiffen haben.
Nach sechs Jahren Plattenpause vollführen Trapped Under Ice auf Heatwave den rasanten Spagat: Alteingesessene Fans werden abgeholt und die Zeit seit dem Zweitwerk Big Kiss Goodnight - immerhin über ein halbes Jahrzehnt - gleichzeitig für neue Perspektiven assimiliert.
Auf eine breitere Basis gebracht ist der ungemütliche Schmelztiegel-Sound von Algiers keineswegs gezähmt, aber durchaus einladender geworden. Das ändert letztendlich nichts an der Sprengkraft von The Underside of Power, vergrößert aber den Wirkungsradius seiner zwölf vor sozial-politischer Dringlichkeit berstender Songs.
14 Songs - von EP-Beiträgen, über Single-Tracks bis hin zu bisher unveröffentlichtem Material - haben sich bei Beach House in den vergangenen elf Jahren abseits ihrer sechs Studioalben angesammelt. Um die Suche nach diesen für Fans einfacher zu gestalten, compiliert das Dream Pop-Duo jeden einzelnen davon auf B-Sides and Ratities.
Viel Prominenz, aber wenig Gorillaz-Flair: Damon Albarn produziert mit Humanz ein betont modernes Gästeschaulaufen samt homogener Sampler-Ausstrahlung, verzichtet dafür jedoch auf den klassischen Charakter seiner Cartoon-Band.
Die beiden extravaganten Geniestreiche good kid, m.A.A.d city (2012) und vor allem To Pimp a Butterfly (2015) haben Kendrick Lamar in den Olymp des Hip Hop katapultiert. Mit DAMN. festigt er diese Stellung nun ausgerechnet durch ein relativ konventionell aufzeigendes Genre-Werk, das den 30 Jährigen spektakulär unspektakulär zurück in der Welt der Sterblichen holt.
Der Name ist hier Programm: Venenum haben in den knapp sechs Jahren seit ihrer selbstbetitelten EP mit Trance of Death ein Debütalbum heraufbeschworen, das die Grenzen des Death Metal mindestens bis ins psychedelische Jam-Delirium ausbreitet.










