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Die prolongierte Wiedergeburt von Slipknot führt mit We Are Not Your Kind tatsächlich weitestgehend zurück zu alten Stärken und neuen Perspektiven zwischen durchschlagender Härte und brutaler Eingängigkeit. Zumindest bekommt bekommt Vol. 3: (The Subliminal Verses) einen durchaus würdigen Nachfolger.
Neben dem üppigen The National-Doppelalbum I Am Easy to Find hat der Bryce Dessner seine Diskografie in den vergangenen Monaten bereits über eine Kooperationsplatte mit Bonnie 'Prince' Billy sowie dem kammermusikalischen Orchesterwerk El Chan aufgefüllt. Nun folgt in Form von The Kitchen auch noch seine erste Soundtrackarbeit (von insgesamt drei für 2019 angekündigten).
Lange hat Chance The Rapper sein offizielles Debütalbum hinausgezögert und mit einer nahezu makellosen Reihe an Mixtapes begeistert. Nun verhebt er sich ausgerechnet für The Big Day im Liebestaumel an externen Erwartungshaltungen und den eigenen Ambitionen.
Snow Patrol haben während der zurückliegenden Tour zu ihrem Comebackalbum Wilderness auch die Zeitgefunden neues Material aufzunehmen - und daneben vermeintlich wenig kreativ auch neue Versionen alter Gassenhauer eingespielt. Die erste von zwei Reworked-EPs funktioniert dabei allerdings erstaunlich einnehmend.
Nur wenige Monate nach ihrer musikalischen Aufbereitung von All About Eve bleibt PJ Harvey dem Score-Metier treu: Für die Shane Meadows-Serie The Virtues steuert sie sechs (weitestgehend rein instrumental gehaltene) Stücke bei.
Rust on the Gates of Heaven bestätigt, was WYW und das Ambientwerk Dunedevil bereits erahnen ließen: Ausgerechnet Bandkopf und Projekt-Urheber Jacob Bannon ist in seiner Position als Sänger das wohl gravierendste Problem von Wear Your Wounds.
Scott Stapp hat es offenbar aufgegeben, als Geheimagent den (Ex-)Präsidenten auf seinen Fahrrad zu verfolgen und besinnt sich für sein drittes Soloalbum The Space Between the Shadows auf seine eigentlichen Stärken: austauschbaren Pathos-Rock, knietief im Grunge verwurzelt.
Gordon Gano reaktiviert den typischen Sound der Violent Femmes deutlich flotter als zuletzt einmal mehr als primär nostalgisches Vehikel. Das Songwriting von Hotel Last Resort plätschert dabei jedoch neben einigen erfreulichen Highlights für die Post-1991-Diskografie-Compilation munter zwischen belanglosen Eingängigkeiten und mühsamer Penetranz.
Knapp drei Jahre nach dem immer noch irreal erscheinenden, schmerzhafte Lücken hinterlassenden Ableben von Chris Cornell veröffentlichen Soundgarden mit Live from the Artists Den einen umfassenden Mitschnitt einer Show der Band vom 17. Februar 2013 im Wiltern Theatre, Los Angeles.
Vier Songs sind aus den Sessions zu dem vielumjubelten Zweitwerk Joy as an Act of Resistance übrig geblieben. Zu gut, um sie unter den Tisch zu kehren, erscheinen sie nun jeweils im Doppelpack serviert als Standalone-Singles. Den Anfang machen Mercedes Marxist und I Dream Guillotine.