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'Beauty is a Beast' - das wissen Sex Jams auf ihrem zweiten Studioalbum nur zu gut. Die besten Erbverwalter für den Sonic Youth-Fundus bleiben zwar Thurston Moore und Co. - um zu erfahren wie man Noiserock vital am Leben halten kann, darf man trotzdem nach Wien blicken.
Kann man zu sehr nach Animal Collective und MGMT klingen? Ben Allen hat jedenfalls bereits als Produzent für erstere sowie weitere namhafte Indiegrößen ala Deerhunter gearbeitet und prägt mit seinem Kaleidoskop-artigem Psychedelik-Sound nun auch das zweite Album von Trevor Powers alias Youth Lagoon maßgeblich.
Der ehemalige The Czars-Frontmann John Grant ist nach Reykjavík gezogen. Sein zweites Soloalbum klingt deswegen auch nur noch selten nach Midlake und Folkrock, sondern meistens nach verrauchten Clubs mit hauseigener Whiskeybar neben der stylish blinkenden Tanzfläche.
Thurston Moore rockt nach dem immer noch unglaublichen Ehe-aus mit Kim Gordon mitsamt neuem Bandprojekt wieder auf die hohe See des Indierocks. Ureigene Teritorien verlässt der Sonic Youth-Gründer dabei nicht, neue Ufer kommen aber zumindest in Sicht. Letztendlich nebensächlich, wenn der Weg durch stürmische Gewässer ein derart aufregender ist.
Wer ein Genre nicht nur mitdefiniert hat sondern immer noch tonangebend ist, darf sich alle Zeit nehmen, die es braucht: 'Reach Beyond The Sun' ist das erst vierte reguläre Studioalbum im immerhin 18. Bandjahr - Shai Hulud verkörpern darauf abermals alles, was am Metalcore gut und richtig sein kann. Trotz des potthässlichen Photoshop-Covers.
Die schlechte Nachricht vorweg: den Wahlwienern gelingt es knappe 8 Monate nach dem vielversprechenden Debütalbum 'Prometheus Run' abermals nicht, ihre fesselnde Live-Energie im Studio adäquat auf Tonträger zu bannen. Weil Likewise hierzulande aber längst kaum eine andere Band in Sachen Folkrock das Wasser reichen kann, fällt wegen solcher Bagatellen bei derartigen Songs niemandem ein Stein aus der Krone.
Mark Oliver Everett lässt die Schicksalsschläge hinter sich und liefert mit tatkräftiger Unterstützung seiner erstmals am Songwriting beteiligten Backingband sein wahrscheinlich optimistischstes Album bisher ab. Ein klassisches Eels-Album, nichtsdestotrotz.
Kollege Martin ist bei weitem nicht der einzige der Masked Intruder auf seiner Rechnung für eines der besten Alben des vergangenen Jahres hatte. Auch im Heavypop Adventkalender bekannten sich lokale Bands wie z.b. Gone Astray und A Guy Named Lou zu ihrer Vorliebe für das maskierte Trio aus Madison, Wisconsin. Aber Album des Jahres 2012? Ernsthaft?
Was nach den ersten Blick auf Bandnamen, Albumtitel und musikalischen Strukturen nach ödem Auftauen von Battles und Konsorten aussehen mag, entpuppt sich bei der genaueren Auseinandersetzung als mehr als nur kompetentes Debutalbum der Walisischen Mathrocker. Den Nintendocore von Horse the Band weitergedacht, vertritt man eher die Japanische Schiene des Genres.
Ordentlich verwaschen ist es immer noch, das psychedelische 60s-Gebräu des Unknown Mortal Orchestra. Dabei erlaubt sich das Trio auf 'II' jedoch, den Popappeal in ihrem nebulösen Anachronismus gehörig zu konkretisieren.










