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Während Neil Young mit seinem Pono Music Player die Zukunft des portablen Musikhörens ankündigt beamt er sich auf Platte zurück in die 50er des letztens Jahrtausends. 'A Letter Home' ist selbst im schwankenden Œuvre des 68 jährigen eine äußerst eigenwillige Veröffentlichung.
Erst unlängst kündigte Joan Wasser an, dass es auf der aktuellen Tour eine "komplett neue, schwer verliebte Joan" zu erleben gebe. Davon überzeugen kann man sich am 02.Mai 2014, wenn die amerikanische Songwriterin ihr einziges Gastspiel in Österreich gibt.
Die Schlichtheit des Artworks nimmt es bereits vorweg: Manchester Orchestra haben jeden Ansatz von Bombast über Bord geworfen und konzentrieren sich auf eine neu gefundene Kompaktheit. ‘Cope‘ ist das harte, fokussierte Gitarrenrockalbum der Band geworden, das Gelingen der Ambition “ein Anti-'Simple Math' aufzunehmen“.
Dornenkronen, Klagemauern und auszutreibende Teufel – das neueste Werk von Joan As Police Woman spart nicht an Dramatik und gibt sich doch ganz laid back. Ein Spagat, der nicht immer einwandfrei funktioniert, am Ende aber mehr als eine Rotation wert ist.
Liars zelebrieren abermals in der gewohnten Radikalität den stetigen Wandel: die siebente Platte von Angus Andrew und Co. ist eine halluzinogene Raveparty im kunterbunten Folterkeller und damit über weite Strecken der frontale Gegenentwurf zu 'WIXIW'.
Nach dem vergleichsweise regelrecht glückseligen, vielerorts absolut zu Unrecht verschmähten Blick zurück bis in die Kindheit auf dem großartigen 'Build a Rocket Boys!' richten Guy Garvey und Co. den Blick nun in die Zukunft: obwohl ihnen nach England nun endlich die ganze Welt zu Füßen liegt kein Grund für überbordende Euphorie im Hause Elbow.
Glühende Verfechter der Noiserock-Anfangstage von The Men werden angesichts 'Tomorrow’s Hits' noch heftiger aufstöhnen als schon bei 'New Moon': auf dem fünften Album seit 2010 reichert das Quintett aus Brooklyn seinen Rock hemmungslos mit bläsergetränkten Classic Rock-Exzessen an und positioniert sich als ausgelassene Ziehhorde im Windschatten von Bob Dylan und Bruce Springsteen.
Tom Gabel ist jetzt Laura Jane Grace, Against Me! bleiben Against Me!. Besser noch sogar: Endlich hat diese Band wieder mehr Feuer unterm Hintern. Transgender Dysphoria Blues zeigt jedenfalls mehr Eier, als jede andere Platte der Band seit gut und gerne einem Jahrzehnt.
'This Is Our Punk-Rock...' war als Titel bereits vergeben, hätte aber ohnedies zu kurz gegriffen. Auf ihrem siebenten Studioalbum versammelt das Kollektiv um Godspeed You! Black Emperor-Vorstand Efrim Menuck einen Malstrom aus wüsten Punksongs in Postrockweiten samt heavy Metalexplosionen, scharfkantigen Gitarrenkonstrukten und brodelnden Violinenstacheln, fiebrigen Droneaufbauten und wilden Noiseabfahrten: strahlende Folkrockdiamanten und übermächtige Hymnen sind das. 'Fuck Off Get Free We Pour Light On Everything', wahrhaftig!
Das Ende der Big Business- Ära scheint besiegelt: die beiden Melvins Dale Crover und King Buzzo lassen das Besetzungskarussel bis zu ihren Anfängen vor 30 Jahren zurückrotieren und basteln aus allerhand bekannten Songs, Traditionals und Coverversionen ihr (ziemlich sicher) 19. Studioalbum. Die einzige Formelhaftigkeit ist da, dass weiterhin alles erlaubt ist.










