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Die Indiediscohits auf 'Oracular Spectacular' waren nur ein grandioser Zwischenfall und die hippen MGMT nicht erst seit der nachjustierenden Meisterleistung 'Congratulations' durch und durch eine psychedelische Popband. 'MGMT' ist da als logischer nächster Evolutionsschritt nicht zufällig selbstbetitelt: weiter draußen - und damit wahrscheinlich auch näher bei sich selbst - waren die Amerikaner noch nie.
'Sequel to the Prequel' ist das erste Album von Pete Doherty, dass sich nicht zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen berauschendem Meisterwerk und ermüdenden Totalausfall aufreibt, sondern den 34 jährigen durchwegs souverän und routiniert als Vorstand einer vielseitig einsetzbaren Indierockband zeigt.
'Crimes of Passion' spinnt den Faden des letztjährigen 'Endless Flowers' nahtlos dort weiter, wo die Entwicklung der vielveröffentlichenden Crocodiles sich auf ihrem vierten Album im vierten Jahr generell kontinuierlich fortsetzt: leichter und zugänglicher klang die kalifornische Band noch nie. Der Knopf will dadurch allerdings immer noch nicht wirklich aufgehen.
Keine Experimente mehr: Franz Ferdinand holen die Gitarren wieder aus dem Schrank. Und hat man die penetrant schmissige Single-Eröffnungsphase von 'Right thoughts, Right Words, Right action' erst einmal überstanden, entwickelt sich das vierte Album des Quartetts auch zu einer durchwegs kurzweiligen Hookline-Hatz.
2000 blickten Dan the Automator, Kid Koala und ein auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskunst befindlicher Del the Funky Homosapien als Deltron 3030 in die Zukunft des Hip Hop. 13 Jahre später steht dem ausladenden Breitwand-Geniestreich tatsächlich die nicht mehr für möglich gehaltene Fortsetzung ins Haus - ein retroklassisches Vergnügen ohne Meisterwerk-Anspruch kündigt sich an.
Die fünf Songs der 'Nextwave Sessions'- EP bringen Bloc Party auf den ersten Blick zurück in die Phase von 'Intimacy', als sich die Briten als Band zwischen Computer und Dancefloor aufzulösen schienen - nur um daraufhin adäquater als im gesamten letzten halben Jahrzehnt die Stimmung ihrer Frühphase heraufzubeschwören. Ein weitestgehend gelungener Spagat, der den sich ankündigenden wiederholten Abschied der Band trotz einiger Mängel durchaus beklagenswerter macht.
Explosions in The Sky-Schlagzeuger Chris Hrasky erwähnt beim sonntäglichen Superbowl-schauen mit Regisseur David Gordon Green (Pineapple Express) wie gut sich die malerische Landschaft des texanischen Bastrop State Park doch als Drehort eignen würde. Nun spielt das Remake der isländischen Komödie Either Way mit Emile Hirsch und Paul Rudd in den Hauptrollen genau dort.
Von Spastik Children bis Echobrain; Flotsam and Jetsam, Voivoid, Ozzy Osbourne und natürlich die Weltkarriere mit Metallica: Jason Newsted hat eine beeindruckende, umtriebige Vita vorzuweisen. Der Schritt aus der zweiten Reihe in die Selbstständigkeit musste da wohl zwangsläufig bis zum 50. Lebensjahr warten.
Die Frage nach dem schwierigen zweiten Album stellt sich für Daniel Blumberg offenbar grundsätzlich nicht. Denn nachdem es mit Cajun Dance Party, Oupa und natürlich Yuck jeweils für nur einen Langspieler reichte, steht mit 'Unreal' bereits das nächste Debütalbum unter neuem Banner an.
Da bekommt sogar der kälteste Zyniker Tränen in den Augenwinkeln: Scott Matthew gibt seiner live so gerne gefrönten Leidenschaft für Fremdkompositionen auf Albumlänge nach und leidet sich in betörender Schönheit durch ein Meer aus berührenden Lieblings-Lovesongs.










