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Weder der Ausstieg von Gründungsmitglied John Cummings noch eine demonstrativ irritierende Vorabsingle bringen Every Country's Sun aus dem Plansoll: Mogwai liefern nach dem neuerlichen Soundtrack-Ausflug Atomic auch auf ihrem neunten regulären Studioalbum anstandslos ab und nehmen ihre eigene Zuverlässigkeit dabei sogar wieder etwas härter in die Mangel, als zuletzt.
Luciferian Towers, das dritte Studioalbum seit der Rückkehr der Postrock-Institution, entlässt als Routinearbeit mit subtiler Schwerpunktverlagerung relativ ernüchternd: Seit wann berühren und überwältigen die Genre-Monolithen von Godspeed You! Black Emperor nur noch in überschaubaren Ausmaß?
BIG|BRAVE wissen, dass sie seit jeher auf einem schmalen Grat zwischen elegisch bezaubernden Drone-Liebkindern und monoton arbeitenden Manieristen wandern. Ardor tut insofern gut daran, das Wesen seiner Vorgänger Au De La und dem Kurzformat Feral Verdure selbstsicherer und nachdrücklicher aufzufüllen - auch mit dem klugen Einsatz externer Kräfte.
Als Klassenbeste der jüngeren Postpunk-Garde haben sich Protomartyr ja eigentlich bereits durch das fantastische The Agent Intellect positioniert. Mit Relatives in Descent wachsen sie insofern sogar noch einmal ein klein wenig weiter über sich hinaus.
Dass die Entwicklung vom selbstbetitelten Debüt hin zu Album Nummer II auf Kosten der Substanz im Songwriting der kanadischen Noiserocker ging, scheint Metz nicht zuletzt dank der Hilfe des alten Genre-Fuchses Steve Albini aufgegangen zu sein.
Dave Grohl preist Concrete and Gold als die "Motörhead-Version von Sgt. Pepper". Hochtrabende Worte für eine Platte, die primär zutiefst solide rockende Foo Fighters-Tugenden abruft - und mit einer zurückgewonnenen Zuverlässigkeit vor allem wenig falsch macht.
Cold Dark Place wurde im Vorfeld von Emperor of Sand noch als Teil eines Doppelalbums gehandelt und Anfang des Jahres zumindest als Brent Hinds-Solowerk in Aussicht gestellt. Nun entpuppt sich die Songsammlung als ein die Mottenkiste durchpustendes Kurzformat - und starkes Puristengift.
Das ist nur ein bedingtes Echo of Pleasure: Acht Jahre nach dem bis heute wundervollen Debütalbum ist weniger denn je von jenen Pains of Beeing Pure at Heart übrig geblieben, an die man 2009 sein Herz verlieren konnte.
Ein beeindruckendes Line Up, dass da seinen Weg in die nur scheinbar so idyllische Kleinstadt im Bundesstaat Washington gefunden hat. Neben dem [amazon_link id="B072MFNZ2W" target="_blank" ]neuen Score[/amazon_link] von Angelo Badalamenti kompiliert David Lynch deswegen auch den Soundtrack zu zahlreichen der namhaften Roadhouse-Gastspiele, die in der dritten Staffel Twin Peaks stattgefunden haben.
The National wollen sich diesmal nur selten mit der gemütlichen Ergebnisverwaltung begnügen, die sie über die sechs Studioalben kultiviert haben, und brechen ihren Sound auf Sleep Well Beast deswegen auf - mal subtiler, mal knackiger. Das führt für die Ausnahmeband zum unentschlossensten Gesamtwerk seit langer Zeit, allerdings eben auch zu einer mutigen, wohl auch nötigen Frischzellenkur.










