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Sechs Jahre sind seit Woodstock vergangen - und damit tatsächlich mehr Zeit, als Portugal. The Man für ihre ersten sechs Studioalben benötigten - doch hört man das dem nonchalanten Chris Black Changed My Life eigentlich nicht an.
„We are going to be a different band going forward" hat Dave Grohl nach dem Entschluss, die Foo Fighters trotz des Todes von Drummer Taylor Hawkins weiterleben zu lassen, verkündet. Tatsächlich klingt But Here We Are aber so sehr - und vor allem: so gut! - nach den Foo Fighters, wie keine Platter der Band seit 2011.
Doomiger Stoner Rock der alten Schule mit unverbrauchtem Schwung, wertkonservativ im besten Sinne: Saint Karloff nehmen die Herausforderung, Interstellar Voodoo einen würdigen Nachfolger zu bescheren, mit Paleolithic War Crimes an.
Unter dem Banner Upon Loss Singles veröffentlichen die herausragend unverwechselbaren Metalcore-Grenzgänger Knocked Loose mit Deep in the Willow und Everything is Quiet Now endlich zwei neue Songs.
Eremit opfern dem Sludge Metal mit Wearer of Numerous Forms, was Kali Malone Anfang 2023 für den Drone und Bell Witch erst unlängst für den Funeral Doom darboten: ein überlebensgroßes Epos von auslaugender Länge - und immens entlohnender Wirkung.
Merkwürdige Zeiten im Slipknot-Lager: Langzeit-Mitglied Craig Jones ist offenbar gegangen (worden?), dazu wurde eine ominöse Website mit diffusem Soundtrack online gestellt, während die Relevanz der zeitgleich erschienenen Adderall EP eher zu hinterfragen ist.
Mark Kozelek bleibt 2023 praktisch ungefiltert produktiv. Doch während die Stafette an eigenen Singles jüngst einen qualitativen Abwärtstrend nahm, wirkt das eingeschobene Cover Runaround nun durchaus wieder erfrischend unbeschwert.
Der ehemalige The Verve-Gitarrist Nick McCabe hat sich längst einen Namen als intuitiv forschender Ambient-Klangbastler gemacht. Present Imperfect gibt einen ausführlicheren Einblick in diesen Prozess.
Auf Hamartia, der ersten Veröffentlichung ohne Beteiligung des 2020 ausgestiegenen Gitarristen Jonathan Hultén, gehen Tribulation den seit The Children Of The Night eingeschlagenen Weg entgegen der Titelwahl weiter.
Die Kooperation Stygian Bought Vol. I war der nötige Schritt zur Seite, um Luft zu holen und Anlauf zu nehmen. Schließlich denken Bell Witch Future's Shadow, das Nachfolge-Projekt ihres genrefeiernden (und nebenbei auch in ästhetischer Hinsicht eine neue Metal-Zeitrechnung einleitenden) Doom-Meisterwerks Mirror Reaper, schon mit dessen ersten Teil - The Clandestine Gate - in einem noch größeren Rahmen.










