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Die elf Jahre seit dem (hier doch um zumindest einen Punkt zu niedrig bewerteten, aber in der vergangenen Dekade andererseits auch nur sehr selten aus dem Regal geholten) selbstbetitelten Debüt spielen in einem Zeitverständnis wie dem von Heavy Blanket freilich keinerlei Rolle: auch auf Moon Is kommt der instrumentale Heavy Psych von J. Mascis und Co. ohne Ablaufdatum aus.
Keine halbe Stunde dauert ….So Unknown, der Nachfolger von Only Self aus dem Jahr 2018. Doch so viel Schlaghärte, Wut und Aggression, wie er in Jesus Piece immer noch kocht, will eben adäquat komprimiert sein, um seine Wucht noch gezielter einzusetzen.
Morgan Wallen mag man in hiesigen Gefilden wohl vor allem aus dem Feuilleton kennen, weil er mal keine „Gedanken an Rassismus verschwendet“ oder zu besoffen stimmlich angeschlagen ist, um Konzerte zu spielen. In den USA ist er aber ein absoluter Megastar - der mit seinem dritten Studioalbum One Thing at a Time verkaufstechnisch sogar Metallica aussticht.
Nach dem sehr netten Barrie-Debüt Happy to Be Here wurde an hiesiger Stelle doch glatt übersehen, dass mit Barbara im vergangenen Jahr ein nur leicht schwächerer Nachfolger stattgefunden hatte. Die EP 5K ist alleine als Hinweisgeber darauf eine willkommene Geschichte.
Derweil Jimmy Hamzey gefühlt abseits jeglicher Wahrnehmung ein neues Kapitel aufgeschlagen hat, macht Dauerveröffentlicher Liu Zhenyang mit dem zweiten Album von Ὁπλίτης (aka Hoplites) innerhalb weniger Monate aufmerksamkeitwirksam weiter - und emanzipiert sich auf Τρωθησομένη ein gutes Stück weit von den unbedingten Serpent Column-Vergleichen.
The Mars Volta greifen für Que Dios Te Maldiga Mi Corazon ausgerechnet auf das wenig originelle Motiv der Acoustic-Neubearbeitung zurück, um zu beweisen, dass im Material ihres selbstbetitelten Comebacks aus dem vergangenen Jahr doch ein gutes Album steckten kann.
Der Missing Link zwischen Ashenspire und Black Country, New Road? Maruja versammeln auf der EP Knocknarea zur Urteilsbildung jedenfalls ihre seit 2022 veröffentlichten drei Singles Blind Spot, The Tinker sowie Thunder, und ergänzen diese durch das neue Stück Kakistocrazy.
Der derzeit durch England tourende Ryan Adams bastelt sich aus dem Material von (What’s the Story) Morning Glory? und einigen dazugehörigen B-Seiten seine eigene Tribute-Version des Oasis-Meisterwerks zusammen.
Cloudkicker Ben Sharp hat gemeinsam mit Gospel-Fantast Vinny Roseboom eine neue Band ins Leben gerufen, um Gitarre und Schlagzeug auf irrwitzige Abenteuer zu schicken : The Supervoid Choral Ensemble.
Die zeitliche Spanne zwischen zwei Veröffentlichungen wird immer länger, doch das qualitative Niveau bleibt (auch durch diese Geduld fordernde Maßnahme?) konstant hoch - und Rotten Sound mit Apocalypse eine Bank im Grindcore-Game.










