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Kate Nash steht der aufgepappte Rock'n'Roll und Punkrock-Rotz nicht besonders gut - die 25 jährige Londonerin zieht die Kurskorrektur vom niedlichen kratzenden Pop weg aber dennoch trotzig und konsequent durch. Und siehe da: soviel Hartnäckigkeit belohnt sich manchmal selbst. Vor allem, wenn die musikalische Neuerfindung auf halben Weg stecken bleibt.
Die schlechte Nachricht vorweg: den Wahlwienern gelingt es knappe 8 Monate nach dem vielversprechenden Debütalbum 'Prometheus Run' abermals nicht, ihre fesselnde Live-Energie im Studio adäquat auf Tonträger zu bannen. Weil Likewise hierzulande aber längst kaum eine andere Band in Sachen Folkrock das Wasser reichen kann, fällt wegen solcher Bagatellen bei derartigen Songs niemandem ein Stein aus der Krone.
Warum einfach, wenn man sich auch hundsgemein versperren kann - fragen Pissed Jeans auf ihrem ersten Album nach vier Jahre Pause. Süßlich klingt auf der rohen Giftspritze 'Honeys' jedenfalls kein Millimeter.
Mit seiner prominent besetzten Supergroup Atoms For Peace im Rücken setzt Thom Yorke dort an, wo er mit seinem Solodebüt 'The Eraser' vor knapp sieben Jahren endgültig aus dem Schatten von Radiohead gewachsen ist: das Gefüge hinter 'Amok' vertieft den angestammten Laptop-Pop des Ausnahmesängers, macht das heiß erwartete Debütalbum aber auch zu mehr als nur dessen ideal-ausformulierter Fortsetzung.
Die in den Bildern der französischen Canal+ -Serie 'Les Revenants' transportierte Spannung sei bereits ohne musikalische Untermalung derart intensiv gewesen, dass Mogwai "nur noch" unterstützende Soundlandschaften beisteuern mussten, sagt Stuart Braithwaite über die dritte Soundtrack-Arbeit seiner Band.
Mark Oliver Everett lässt die Schicksalsschläge hinter sich und liefert mit tatkräftiger Unterstützung seiner erstmals am Songwriting beteiligten Backingband sein wahrscheinlich optimistischstes Album bisher ab. Ein klassisches Eels-Album, nichtsdestotrotz.
Man muß ihn weder feiern noch mögen, um im Valentinstag einen durchaus akzeptablen Grund zu finden, mal wieder vorwiegend sentimentale und gefühlsbetonte Musik zu konsumieren. Deswegen an dieser Stelle 15 Songvorschläge für den Soundtrack des bereits ausklingenden "Feiertages":
“Tust du’s, ist es schlecht, lässt du’s, dann erst recht”. Dieses Paradoxon, einst von Bart Simpson geprägt, hatte wohl selten mehr Daseinsberechtigung als an diesem winterlichen Sonntag. Der Alkohol (oder wenigstens dessen Nachwirkungen) bemächtigte sich in Graz nämlich wieder einiger glücklich Auserwählter in den Reihen der Konzertbesucher wie so manch aufspielender Band. Gleichwohl unterstrich dieser Dämon mit großer Macht ein weiteres Mal seine Relevanz als Ursprung wie Lösung sämtlicher Lebensprobleme.
Dass das 15. Studiowerk seiner altehrwürdigen Institution klingen würde wie kein je zuvor von ihm aufgenommenes Album versprach Nick Cave im Vorfeld von 'Push the Sky Away'. Nun weiß man: keine leere Floskel, sondern ein Versprechen. Die Bad Seeds denken 30 Jahre nach ihrer Gründung an Ruhe aber nicht den Ruhestand.
Zu viele Ideen unter einem Hut? Auch Jim James reiht sich in die Riege jener Frontmänner ein, die unbedingt aus dem Rahmen ihrer Stammband ausbrechen wollen. Im Falle des My Morning Jacket-Sängers gelingt das Experiment Solokarriere jedoch deutlich besser - und paradoxerweise sogar homogener - als man das von derartigen Ausflügen gewohnt ist.








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