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Schon okay: Statt des erhofften Rior Grrrl-Rabatz liefern The Linda Lindas auf ihrem Debütalbum Growing Up eine angepasste Songsammlung aus reibungslosen Konsens-Punkrock und ungefährlichen Powerpop für das Formatradio.
Seit 2018 konzentriert sich Colin Stetson beinahe ausnahmslos auf seinen ertragreiches zweites Standbein als Soundtrack Komponist - mittlerweile rund zwei Jahre nun schon allerdings auf eine möglichst ambitions- und harmlose Weise. Among the Stars ist diesbezüglich ein relativer Tiefpunkt.
Father John Misty erträumt für sein fünftes Studioalbum Chloë and the Next 20th Century eine Zeitlosigkeit, die von den 20er- bis zu den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts schwelgend eine Schwarz-Weiß-Romantik in das tröstende Grau warmer Lovesongs übersetzt.
Das ursprüngliche Randy Ortiz-Artwork war cooler, die Agoraphobic Nosebleed-Songs fehlen komplett und die immer schon aus dem Nichts kommenden Samples in den Converge-Beiträgen ebenso - ansonsten ist das Redux-Facelift, das Kurt Ballou der 1999er-Split-EP The Poacher Diaries verpasst, allerdings eine rundum gelungene Bereicherung für den Converge'schen Bandkatalog.
Cloud Rat legen ihre - in physischer Form bisher nur der limitierten Digipack-Version von Pollinator beigepackten - 2019er EP Do Not Let Me Off The Cliff als Deluxe Edition neu auf: erstmals auf Vinyl, inklusiver dreir Bonustracks.
Komplex aus dem Handgelenk geschüttelter Folk zwischen Prog-, Chamber- und Avantgarde-Verortung: Neun Jahre nach der wunderbaren EP Silent Hour / Golden Mile (und immerhin vier nach der Standalone Single Deerslayer sowie fünf nach dem letzten Grizzly Bear-Lebenszeichen) hat Daniel Rossen endlich sein Debütalbum You Belong There fertiggestellt.
The Vaccines geben keine Möglichkeit, das letztjährige Doppel aus der herrlich kruden Cosy Karaoke, Vol. 1-EP sowie dem bisherigen Karrieretiefpunkt Back in Love City zu verdauen: das aufdringliche Planet of Youth unterschreitet Geschmacks- und Qualitätsgrenzen mit schockierend selbstverständlichem Anlauf.
Weil sich an dieser Stelle trotz allem 2021 keine Besprechung der Platte ausging, ist Room at the Top ist freilich auch eine Steilvorlage, um doch noch darauf hinzuweisen, dass New Fragility im vergangenen Jahr das konsistenteste und stärkste Clap Your Hands Say Yeah-Album seit langer Zeit war.
Nach dem grottigen Boarding House Reach beinahe ein Grund, um in Euphorie auszubrechen: die Formkurve der durchwachsenen Solokarriere von Jack White zeigt mit Fear of the Dawn erstmals nach oben!
"Fuel Injected Action Rock, from Stockholm, Sweden", oder gut abgehangener Hardrock für Pub, Garage und Glam-Tendenzen: The Hellacopters knüpfen mit ihrem Reunion-Werk Eyes of Oblivion nahtlos an, wo Rock & Roll Is Dead vor 17 Jahren aufgehört hat.










