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Knappe 21 Jahre nach dem Tod der Grunge-Ikone (und 13 nach den veröffentlichten Tagebuchskizzen) erreicht die voyeuristische Leichenfledderei rund um den Nachlass von Nirvana-Frontmann Kurt Cobain mit dem aus jeder Perspektive unsäglichen 'Montage of Heck: The Home Recordings' einen neuen Tiefpunkt.
Coheed und Cambria entschlacken ihren Sound auf 'The Color Before the Sun' mit regelrecht euphorisierender Effizienz vom Ballast des überbordenden SciFi-Konzepts rund um den Armory Wars-Epos. Und plötzlich ist der Blick frei auf die rockige Powerpop-Ader der Band, in all ihrer infektiösen Schmissigkeit.
'Slave Vows' und dessen Appendix 'Avowed Slavery' haben eine Entwicklungsstufe für Joe Cardamones Band gezündet, deren zumindest vorläufigen Höhepunkt nun 'All Things Under Heaven' erreicht: für The Icarus Line werden in ihrer zügellosen, ekstatischen Unberechenbarkeit immer kompromiss- und rücksichtsloser.
Beurteilte man das erste Soloalbum Guy Garveys nach dem, was es sein soll - eine stilistisch befreiende Rundumschau in all die Möglichkeiten, die im Kontext seiner zum Megaseller aufgestiegenen Band Elbow nicht (mehr) möglich gewesenen wären - müsste man 'Counting the Squall' zumindest auf den Erstkontakt hin über weite Strecken gewissermaßen als gescheitertes Experiment ansehen.
Die Bandachse zwischen den zwei Indie-Mächten festigt mit veränderten Grundpfeilern ihre Basis: Nach dem jüngst getätigten Pfarmers Einstand 'Gunnera' von Bryan Devendorf und Dave Seim lässt nun Ex-Menomena-Vorstand und Ramona Falls-Kopf Brent Knopf das The National-Ausnahmebariton Matt Berninger durch ein sympathisch umhertollendes Stück an liebenswert-leichtgängigen Ohrwürmern schweben.
Der Leitbild-Wechsel am Cover ist nicht nur symbolisch zu verstehen. Weniger, weil Protomartyr ihren unwiderstehlichen Postpunk gar zu sehr domestiziert hätten, als dass sie auf 'The Agent Intellect' ein paar Schichten mehr auftragen, die Konturen stärker ziehen und den Blick auf das Wesentliche schärfen.
Als Finanzierungmittel für das vierte und finale Studioalbum "dieser Inkarnation der Swans" veröffentlicht Michael Gira abermals das mittlerweile schon zur Tradition gewordene Sammelsurium aus Livetracks und Demoausschnitten.
Nach schier endloser Wartezeit ist es also tatsächlich erschienen, das so lange angekündigte Debütalbum von Liz Harris Shoegazeband Helen. 'The Original Faces' ist dabei jedoch ein Album geworden, dass einem Traum an der Kippe des Vergessens gleich keinerlei Endgültigkeit erschaffen möchte.
Sollte 'The Book of Souls' tatsächlich doch das letzte Album der britischen Metal-Institution sein - Iron Maiden würden sich mit einem in die Vollen gehenden Mammutwerk verabschieden. Und dennoch wäre weniger hier sogar noch mehr gewesen.










