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Produzentenguru Rick Rubing hat Billy - sorry: William Patrick! - Corgan für dessen zweites Soloalbum zu einer verhältnismäßig minimalistischen Platte überredet: Ogilala wiegt sich mit viel Schmalz und Gefühl in einer reduziert zurückgenommenen Opulenz.
Curse of Conception demonstriert eindrucksvoll, dass nicht die quantitative Schaffenskraft die größte Stärke von Spirit Adrift darstellt. Es ist viel mehr die stete Evolution, die die Band während einer schier unermüdlich scheinenden Outputrate zelebriert.
Der Interims-Schnellschuss Pacific Daydream lässt sich letztendlich zwar besser verdauen als erwartet, erteilt jedoch ungeachtet dessen eine bittere Lektion: Ungeachtet des unlängst praktizierten Formhochs bleiben neue Weezer-Platten hinsichtlich ihrer qualitativen Schwankungsbreite also weiterhin ein unberechenbares Roulette.
Selten zuvor hätte sich ein Album aufgrund seiner Veranlagung und Institution derart wortwörtlich der Klassifizierung Funeral Doom angeboten wie Mirror Reaper. Doch Bell Witch ziehen ihr zutiefst melancholisches Requiem aus dem heavy walzenden Metal immer weiter in sphärisch trauernde Ambientwelten voll stiller Agonie.
Während Rostam Batmanglij seit seinem Ausstieg bei Vampire Weekend einer scheinbar grenzenlos vielversprechenden Zukunft als Produzent (etwa für Haim oder Frank Ocean) und Kooperationspartner (vor allem mit Hamilton Leithauser) entgegenblickt, nutzt er sein Solodebüt Half-Light vor allem für eine Aufarbeitung der Vergangenheit.
Destroyer Dan Bejar folgt auf (dem je nach Zählweise wohl elften Studioalbum) Ken gewissermaßen den kanadischen Landsmännern von Timbre Timbre und ihrer retrofuturistischen Postkarte Sincerely, Future Pollution in eine alternative Realität der späten 80er.
Bei Kurt und Courtney kommt in diesem Fall zusammen, was ideal harmoniert: Die Indie-Liebkinder Vile und Barnett lehnen sich auf Lotta Sea Lice in ein nonchalant-launiges Schaulaufen ihrer ureigenen Slacker-Kunst zurück.
Mit der Wucht einer dicht stehenden, potenten Doom-Band im Rücken verfolgt Chelsea Wolfe auf Hiss Spun jene Pfade in den Metal konsequent weiter, mit denen sie auf dem direkten Vorgänger Abyss bereits zu liebäugeln begann.
Wanda sind schlau genug, die bisher gefahrene Schiene ein wenig zu verlagern: Eine bittersüße Nostalgie unterwandert (und ersetzt gewissermaßen sogar) das Abonnement für patentiert süffig mitgröhlbare Nihilismus-Hymnen, wodurch die Wiener auf Niente luftiger, unverbindlicher und nüchterner als bisher klingen. Sehr fein so!
Melt-Banana spielen dank Numavi und Werk 02 praktisch vor der eigenen Haustür, dazu gibt's mit Baguette einen mehr als würdigen Support. Insofern: Noiserock-Pflichttermin im Forum Stadtpark.










![Melt-Banana, Baguette [10.10.2017: Forum Stadtpark, Graz] Melt-Banana, Baguette [10.10.2017: Forum Stadtpark, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2017/10/Melt-Banana-Live-1-e1507972266884.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)