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Ein absoluter Pflichttermin: auf dem Plan steht Justin Pearsons eindeutig spannendstes Post-The Locust-Projekt inklusive Doku, dazu mit dem italienischen Supergroup-Duo Zeus! und den heimischen NA außerordentlich potenter Support. Soviel vorweg: restlos glücklich werden kurz nach Mitternacht dennoch nicht alle Anwesenden das Forum verlassen.
Retox klingen natürlich immer noch unverkennbar nach ihrem Frontmann Justin Pearson. Das Quartett aus San Diego emanzipiert sich auf 'YPLL' allerdings gleichzeitig von dessen prägnantem Patent-Grindcore. Mehr noch: Pearsons neue Hauptbeschäftigung kann guten Gewissens als die zugängliche wenig verstörende Rock'n'Roll-Spielwiese des 37 jährigen durchgehen.
Mit einer Fortsetzung von 'Bayleaf' hat wohl niemand mehr ernsthaft gerechnet: sage und schreiben zwölf Jahre sind seit dem ersten Soloalbum des umtriebigen Pearl Jam-Gitarristen vergangen.
Johnny Cash hatte Rick Rubin. Bob Dylan setzt auf sein Alter Ego Jack Frost. Und Tom Jones auf Ethan Jones. Denn hat man den kongenialen Produzenten fürs eigene Alterswerk erst einmal gefunden, hält man an diesem für gewöhnlich fest.
"Hurry up with my damn massage / Hurry up with my damn ménage / Get the Porsche out the damn garage/ I am a god". Danach ordert Kanye aggressiv Massagen, ist ungeduldig wenn es darum geht in Pariser Cafes auf Croissants zu warten, genießt "asian pussy"'s nur mit "sweet and sour sauce" und hat auch sonst noch die eine oder andere Lebensweisheit parat: "You see there's leaders and there's followers/ But I'd rather be a dick than a swallower".
Wenn drei Fünftel der vielleicht besten Post-Metal-Band der letzten Jahre gemeinsame Sache mit der markanten, unfehlbaren Stimmen der Deftones machen, schreit das von vornherein nach Gipfeltreffen, Supergroup und dem potentiellen Album des Jahres. Und dann klingt 'Palms' auf den Erstkontakt hin ernüchternd nach Isis B-Seiten mit einem allzu gleichförmig leidenden Chino Moreno in der Hauptrolle.
Mit Limp Bizkit, Slayer, Alkbottle, Oomph!, Eisbrecher, Mnemic, Niie, Rohstoff und Parazite X.
Die Zukunft, die LITE auf der letztjährigen, herausragenden 'Past, Present, Future'-EP mit dem Múm-affinen, ätherischen Gesang von Mice Parade-Stimme Caroline Lufkin in Aussicht gestellt haben, findet auf 'Installation' (leider) nicht statt. Mit dem anhaltenden Bestreben sich nach dem Zenit 'Phantasia' weiterzuentwickeln haben die Mathrock-Könige aus Fernost wieder ein ebenso vielschichtiges wie kurzweiliges Album geformt.
Bosnian Rainbows ist nicht nur das Projekt, für das Omar Rodriguez-Lòpez The Mars Volta beerdigt hat: es ist die Band, die das Solo-Schaffen des Ausnahmegitarristen erdet und dem manisch getriebenen Diktator dabei das Prinzip einer künstlerischen Gemeinschaft anhand elf wunderbar unkonventionell-eingängiger Rocksongs im psychedelischen Wave-Gewand erklärt.

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![See-Rock Festival 2013: Tag #2 [22.06.2013 Schwarzlsee, Graz] See-Rock Festival 2013: Tag #2 [22.06.2013 Schwarzlsee, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2013/06/Slayer-Head.jpg?resize=205%2C189&ssl=1)
![See-Rock Festival 2013: Tag #1 [21.06.2013 Schwarzlsee, Graz] See-Rock Festival 2013: Tag #1 [21.06.2013 Schwarzlsee, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2013/06/Iron-Maiden-Head-1.2.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)

