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2012 war auch ein Jahr vieler großartiger Platten toller Bands. Einige davon haben es uns aber besonders schwer angetan – ein Grund mal nachzufragen, was gerade diese Musiker denn dieses Jahr an Veröffentlichungen so richtig gut fanden. Diesmal mit alten und neuen Helden des politischen Hardcore. Auf der einen Seite listen Matt Taylor und Mitch Roemer von Old Lines ihre Lieblingsalben aus dem Vergangenen Jar, auf der anderen nahm sich der auch nach dem Abschluß der Refused-Reunion vielbeschäftigte Dennis Lyxzén kurz die Zeit, um uns seine Top 5 aus dem Jahr 2012 zu verraten.
2012 war auch ein Jahr vieler großartiger Platten toller Bands. Einige davon haben es uns aber besonders schwer angetan – ein Grund mal nachzufragen, was gerade diese Musiker denn dieses Jahr an Veröffentlichungen so richtig gut fanden. Dass Conan-Sänger und Gitarrist Jon Davis aber lieber fünf Platten auflisten will, die für [amazon_link id="B008BSM1P0" target="_blank" ]'Monnos'[/amazon_link], das diesjährige Doom-Meisterwerk seiner Band prägend waren, lassen wir natürlich auch durchgehen.
Schon paradox: wo der so gerne herbeizitierte Reduktion auf den vermeindlichen "Jesu-Klon" Iroha weiterhin klar unter Wert verkauft, schmeichelt die offensichtlichste Referenz auf Albumlänge dann aber doch wieder eine Spur zu sehr.
Seelenlaut - Schlagzeuger Christoph Moritz, Bassist Manuel Jakob sowie Gitarrist und Sänger Domenik Persoglia haben es sich mit ihrem eigenwilligen Genremix zwischen den Stühlen bequem gemacht. Fühlt man sich im einen Moment noch an ambienten Metal der Marke Opeth erinnert, meint man im nächsten schwer zu verankernde Folkanleihen durchschimmern zu hören und unterm Strich ist das eben doch vor allem: technisch versierter Rock, der es nur nicht jedem Recht machen will. Domenik Persoglia nahm sich die Zeit für unseren Fragebogen.
Old Lines is a Hardcore Band from Baltimore. Mitch Roemer plays the guitar, Jake Berry the drums, Matt Taylor sings and Pat Martin handles the bass. You can purchase their first album 'الشعب يريد إسقاط النظام' at their bandcamp.
Da stimmt nahezu alles: die Steaming Satellites zünden ihr Rock-Feuerwerk nicht als Support-Band, sondern als zweiter Hauptact; Two Gallants machen danach alles, was sie auf ihren Platten so fulminant drauf haben im Live-Gewand einfach noch einmal eine ganze Schippe atemberaubender; und der Sound im PPC - daran gibt es diesmal nichts auszusetzen!
Geschliffenen, deutschsprachigen Indierock mit nachdenklich beschwingtem Pop-Grundtenor, einem unleugbaren Hang zur Hymnik und gegebenenfalls dem nötigen Nachdruck - das können nicht nur Kettcar und Konsorten, sondern auch Musikcaffe Prenner.
Wer immer schon wissen wollte, wie sich Morrissey als Leadsänger von The Jesus and Mary Chain machen würde, braucht sich nicht mehr in die Vergangenheit melancholisch-erhabener Paralellwelten zu träumen, sondern darf nunmehr schlicht dem anachronistischen Glücksfall 'Children of Desire' verfallen.
Feingliedrigen, aber gleichzeitig ausformulierten Singer-Songwriter Pop, melancholisch und zerbrechlich, in seinen besten Momenten gar mit einer wärmenden Schönheit erfüllt - das kennt man von unzähligen Schweden auf Solopfaden, alten Helden wie Richard Ashcroft oder Vorzeigeschülern wie Sondre Lerche. Man muß jedoch nicht in die Ferne schweifen, um derartig formvollendeten Ohrenbalsam finden zu können - das beweist der 23 jährige Philipp Szalay.
Ben Chatwin kommt auf seinem vierten Album unter dem Talvihorros-Banner dem Wunsch im Titel des eröffnenden 'Let There be Light' nicht nach: 'And it Was So' ist facettenreicher aber auch zielloser Ambient, der sich aus zahlreichen Nachbar-Genres speist und dabei die schweren Vorhänge gründlich zuzieht.






![Two Gallants, Steaming Satellites [05.12.2012 PPC, Graz] Two Gallants, Steaming Satellites [05.12.2012 PPC, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/12/Two-Gallants-Live-e1354820921518.png?resize=205%2C205&ssl=1)



