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2012 war auch ein Jahr vieler großartiger Platten toller Bands. Einige davon haben es uns aber besonders schwer angetan - ein Grund mal nachzufragen, was gerade diese Musiker denn dieses Jahr an Veröffentlichungen so richtig gut fanden. Den Auftakt machen Messer aus Münster, die mit ihrem zwingenden Postpunk auf 'Im Schwindel' mal eben zumindest eines der schlicht besten Debütalben der letzten Jahre vorgelegt haben.
Nach 'Mutmaßungen über Hendrik' der zweite visuelle Streich der Senkrechtstarter aus Münster. Diesmal gibt es ein Video zum fulminanten Albumopener 'Was man sich selbst verspricht', gedreht von Bandfreund Manuel Gehrke.
Konnte man sich früher gefühltermaßen kaum vor Veröffentlichungen der umtriebigen Blacklisted verstecken, sammelt 'So, You Are A Magician?' tatsächlich die ersten neuen Songs seit über zwei Jahren - gerade einmal drei Stück. Darauf knüpft George Hirsch nicht an alte Geniestreiche an, untermauert aber seine Vormachtstellung als scheuklappenbefreitester Weirdo der aktuellen Hardcore-Szene.
'Rock is Dead' skandierten Tenacious D unlängst auf ihrem dritten Studioalbum 'Rize of the Fenix'. Rechtzeitig zum Black Friday Record Store Day machen sie nun auch Nägel mit Köpfen und bringen mit 'Jazz' die logische (?) Konsequent daraus als Schlußfolgerung. Ganz schlau muss man aus dem knapp zwölf minütigem Song jedoch nicht werden.
Auch im dritten Jahr des konstanten Veröffentlichungsrausches überraschen die drei Norweger von An Autumn for Crippled Children mit Qualitätsware und kleinen Feinjustierungen an ihren atmosphärischen New-Wave/ Black Metal-Landschaften.
Knapp ein halbes Jahrzehnt musste die Masse auf Ton- und Bildträger des euphorisch bejubelten Led Zeppelin-Reunion-Konzerts in der Londoner O2 Arena aus dem Jahr 2007 warten. Gelohnt hat es sich.
Die aktuell zwingendste Postpunk-Platte Deutschlands ist eigentlich die authentischste Punk-Platte seit langem, dabei meistens ziemlich anti, dunkel und tief verwurzelt in der Tradition großer Vorreiter von Ton Steine Scherben bis zu den jungen Fehlfarben.
Falls nach der ersten EP noch Irritationen geherrscht haben sollten ob Mike Vennart und Richard "Gambler" Ingram tatsächlich den Schnitt zu ihrer überragenden Vorgängerband wagen würden, merzt das zweite Kurzformat 'Dyed in the Wool Ghost' diese Fragen nun über 23 Minuten hinweg aus.
'The Odds' sagt mit den Mitteln des Folk noch fromvollendeter als all seine Vorgänger ja zum "Post-Post-Hardcore". The Evens reklamieren hiermit endgültig einen Platz in der Reihe der rundum erhabenen Ian MacKaye-Bands für sich.
Bison B.C. treiben ihren brutalen Sludge-Metal auf 'Lovelessness' gnadenlos in die Ecke und lassen keine Ausflüchte zu: da ist kein Platz für die ausgebauten Feinheiten der beiden Vorgänger, sondern bloß reine Riff-Gewalt gefragt.










