The Ataris – All Souls Day; Graveyard of the Atlantic 7 “

von am 5. Juni 2011 in EP, Reviews

The Ataris – All Souls Day; Graveyard of the Atlantic 7 “

Als Kris Roe 2007 seine Ataris total umbaute und mit “Welcome the Night” das 7. Album der Bandgeschichte veröffentliche, fühlten sich viele Fans vor den Kopf gestoßen. Wie konnte es sein, dass eine großartige Band wie es The Ataris waren, plötzlich ihren melodiösen/melancholischen Hymnen-PopPunk über Board warfen, um düsteren Synthie-Pop á la Depeche Mode mit einem Schuss Alkaline Trio zu produzieren. War das Kris Roes Form erwachsen zu werden, zumindest in musikalischer Hinsicht?

3 Jahre später erscheint nach langer Wartezeit und unzähligen Verschiebungen, ein Vorbote auf das 8. Album der Truppe aus dem Mittelwesten, in Form einer 7 Inch mit 2 neuen Songs. Es handelt sich dabei um den Titeltrack des neuen Albums „Graveyard oft he Atlantic“ und dem schon vorab bekannten „All Souls Day“. Bereits beim ersten Durchlauf scheinen sich die Hoffnung zu erfüllen, dass The Ataris wieder zurück zu ihren Wurzeln kehren wollen. Beide Songs orientieren sich am großartigen „Blue Skies, Broken Hearts…“ – Album, wenngleich es merklich ruhiger zur Sache geht, als anno 1999. Gitarren treten etwas in den Hintergrund, wobei auch neue Elemente wie z.B Pianos Eingang finden, man hört (und sieht) es auch, dass Kris Roe älter geworden ist und dass die letzten Jahre keinesfalls spurlos an ihm vorübergegangen sind, weder privat noch beruflich. Diese Veränderungen im privaten Bereich schlagen sich auch klar hörbar in Roes Stimme nieder, die merklich an Tiefgang gewonnen hat und wessentlich mehr emotionale Tiefe zulässt, als noch in früheren Tagen.

Zeiten und Stimme mögen sich ändern, die Themen bleiben, wie bereits bei den Ataris gewöhnt, dieselben: Liebe, verlorene Jugend und das Schwelgen in Erinnerungen an bessere Tage sind fixer Bestandteil von Kris Roes Songwriting. Allerdings heben sich die beiden Songs merklich von den vorhergehenden Alben ab, die Texte sind nachdenklicher und reifer, auch teilweise zorniger als noch auf „So, Long Astoria“

Sollte „Graveyard of the Atalantic“ das halten, was die 7“ vorab verspricht, steht ein würdiger Nachfolger des 2003 Erfolgsalbums „So, Long Astoria“ in den Startlöchern, mit dem die The Ataris beweisen könnten, dass auch Pop Punk – Idole mit ihren Fans altern können, ohne sich zu sehr von ihren Anfängen zu entfernen. Zumindest sollte es aber „Welcome the Night“ vergessen lassen…

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