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Der Autopilot im Heavy Metal-Hardrock-Thrash funktioniert: Metallica haben hinter dem potthässlichen Artwork von 72 Seasons ein potentiell (sehr) gutes 40-Minuten-Album zu einer solide auslaugenden 77 Minuten-Sitzung aufgeblasen.
Metallica wollen in konzertfreien Zeiten der Corona-Pandemie offenbar nicht bis zum lukrativen Weihnachtsgeschäft mit der Veröffentlichung von S&M 2 (together again mit dem The San Francisco Symphony-Orchester) warten. Auch okay.
Dass Metallica auf der By Request-Tour die Setlist per (SMS-)Voting generieren ließen, scheint nun aufzugehen: Mit Hardwired...to Self-Destruct liefert die Institution ein bedingungslos am Markt und Fanwünschen angepasstes zehntes Studioalbum, dass ungeniert die eigene Discografie recycelt. Und den Kanon der Band trotzdem (oder gerade deshalb) durchaus gelungen fortführt - bevor man sich doch noch in zuviel Leerlauf vertändelt.
Thrash-Metal als umgängliches und fanfreundliches Unterhaltungsprogramm: Metallica liefern in der Krieau trotz einiger Kratzer im Lack erwartungsgemäß adäquat und routiniert ab.
Weil die Wartezeit zwischen zwei Metallica Alben immer länger - und insgeheim auch: immer ein bisschen egaler - wird fungieren weiterhin Live-Veröffentlichungen als Überbrückung zum gerüchteweise 2015 erscheinenden zehnten Studioalbum.
Farewell, Sepultura: Die sich weiterhin auf ihrer Abschied-Tournee befindlichen Brasilianer besiegeln ihre rund 40 jährige Karriere aus Studio-Sicht mit der durchwachsenen EP The Cloud of Unknowing.
The S.E.T. - für: Self Evident Truth - aus Baltimore war bis kurz vor der Veröffentlichung der selbstbetitelten Debüt-EP die neue Hardcore Punk-Band von Ex-Turnstile-Mitglied Brady Ebert.
Klar hat auch speziell die Bekanntschaft mit Matt Heafy ihre Spuren im Sound von Where Only the Truth Is Spoken hinterlassen, wie gleich der mit gniedelnden Gitarren zu seinen fetten Riffs hetzende Machtdemonstrations-Opener Blood to the Leech vorführt.
God Complex haben sich doch noch einmal zusammengerauft und legen vier Jahre nach ihrem als Schwanengesang deklariertem Debütalbum mit He Watches in Silence mehr als nur ein Comeback-Zertifikat aufgenommen.
Nach der vielversprechenden The Genotoxic Demo von 2023 verifiziert das Debütalbum The Diseased Machine die Vermutung, es bei dem Londoner Quintett Mutagenic Host mit einem sehr potenten Newcomer im Oldschool Death Metal-Ring zu tun zu haben.




![Metallica [09.07.2014: Krieau, Wien] Metallica [09.07.2014: Krieau, Wien]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2014/07/Metallica-Live-e1405255632732.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)





