Oliver
All die gute Laune am Strand, spaßige Yachturlauben und munteren Segelturns mit Freunden, mediterane Entspannung an der Strandbar? Jens Lekman liefert auf seinem langerwarteten dritten Studioalbum wieder den bodenständigen Soundtrack für unwirkliche Sommerszenarien mit dunklen Wolken im Hintergrund.
Diese Woche mit Konzerten von u.a. Wolfgang Ambros, Sweet Sweet Moon und The Mistaken Sons of Alabama.
Drei Herren aus Bayern spielen Postrock. Zumindest meistens - denn wo andere an der Überschaubarkeit des Genres zerbrechen, reißen Instrument die Grenzen zum Indie Rock und Pop im zweiten Anlauf ganz einfach nieder.
"Wer sich jetzt noch umdreht, ist selber schuld/ Wer nun noch zurückblickt, hat uns nicht verdient." Und tatsächlich: die musikalischen Hochleistungssportler The Hirsch Effekt übertrumpfen mit der "Höher/Schneller/Weiter"- Taktik ihr fassungslos hinterlassendes Debütalbum tatsächlich noch einmal um ein Eck.
Auch wenn Scott Kelly seine Erfüllungsgehilfen auf Solopfaden mittlerweile zum Band-Appendix im Titel erhebt, ändert das wenig an den etablierten Gegebenheiten: die Neurosis-Legende spielt auch ihrem dritten Quasi-Alleingang tiefdunklen Knochenblues auf der Westerngitarre.
Für The Darkness haben die Jahre zwischen 1989 und 2003 schon nicht stattgefunden, warum also sollten sie jene zwischen 2006 und 2012 weiter beachten.
Yeasayer schürfen dort weiter, wo bereits 'Odd Blood' ertragreiche Beute bescherte. Dass sich das Brooklyner-Trio diesmal augenscheinlichen mit weniger geschliffenen Rohdiamanten zufrieden gibt, ist nur auf den ersten Blick eine kleine Niederlage.









