Banquets – Banquets

von am 19. Juni 2013 in Album

Banquets – Banquets

Es ist angerichtet! Schon wieder! Banquets aus New Jersey produzieren auf ihrem selbstbetitelten Zweitling viele kleine anstelle eines einzelnen großen Hits und behalten sich trotz aller süßlich-klebrigen Eingängigkeit der Songs das rechte Maß an Herz und Hirn.

I found new life in big, big waves“, reflektiert Bandkopf Travis Omilian früh im Langspielverlauf und pflanzt der Hörerschaft zeitgleich einen ersten richtig fetten Wurm ins Ohr. Wohl wahr, durften er und seine Kollegen seit der Veröffentlichung des direkten Vorgängers ‚Top Button, Bottom Shelf‚ 2011 recht große Wellen schlagen. Auch über den Teich, wie die letztjährige Europatour mit Slots auf dem Berliner Monster Bash sowie Groezrock als Highlights eindrucksvoll zur Schau stellte. Leben konnte man in den Liedern übrigens schon immer finden: Die Musik von Banquets  ist beispielsweise im Falle von ‚March 19th‚ (Teenie-Soap-Intro, anyone?) gefährlich nah am mainstreamtauglichen College-Rock gebaut. Meist gelingt aber die Gratwanderung zwischen dort und ehrlichem Pop-Punk a la The Loved Ones oder späterer Polar Bear Club.

Großen Anteil daran hat sicherlich das Stimmorgan des Sängers, der abseits jeglicher gainesville’schen Kratzbürstigkeit dennoch so eindringlich und integer klingt, dass man ihm jedes Wort mit Freuden abnimmt. Zudem beweist die Band ein feines Händchen für Refrains der Marke „jugendlicher Sturm und Drang“. Man sehe und staune an allen Ecken und Enden, egal ob es in gemäßigtem Tempo (‚Little Shallow‚, ‚Call it a Comeback‚) oder etwas wilder (‚Paths‚, ‚Starts and Stops‚) zugeht.
Und ein guter Chorus bleibt eben ein solcher, egal wie clean Banquets hier mitunter aus den Boxen tönen mögen. Neugierig geworden? Zurecht, wenn Dave Hause es vorzieht, noch ein wenig solo durch die Landschaft zu tingeln! Gutes Kraftfutter für den Sommer.

07

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