Album
Gerade mit den noch frischen Eindrücken einer fulminanten Liveperformance (und natürlich der tollen Eldovar-Kooperation) im Rücken kann Innate Passage (auch aufgrund der falschen - und letztendlich ja doch erfüllten Erwartungshaltung?) schon ernüchternd und schlichtweg unterwältigend vorstellig werden - erweist sich am Ende aber als Grower, der Elder gefühltermaßen beim Ankommen zeigt.
Ein Phoenix-Album mit dem Winter vor der Tür zu veröffentlichen ist natürlich schon eine ziemliche Schnapsidee. Strick dreht sich der sommertaugliche Pop von Alpha Zulu alleine aus diesem Umstand aber keinen.
"Inspired by The last song of the Kaua'i O'o' bird": Alex Zhang Hungtai schickt zwei Jahre nach der experimentellen Collage Young Gods Run Free (sowie zahlreichen derweil entstandenen Soundtrack-Arbeiten und Kollaborationen) das Kopfkino auf Swimming Bird in die mystische Welt des ausgestorbenen Schuppenkehlmohos.
Angel Olsen schwelgt auf Big Time in einer zeitlosen Sehnsucht der bittersüßen Nostalgie und agiert mit melancholischer Wärme vergleichsweise unbeschwert, wohl so weit wie bisher noch nie im Country und Americana sinnierend.
Father and Son: Für Bluegrass-Superstar Billy Strings ging es bis zu seinem vorläufigen Meisterstück Renewal seit Jahren mit Grammy-Gewinn, ausverkauften Arena-Touren und Hobbit-Festspielen ausnahmslos und beständig schneller bergauf. Zeit also, um mit Me / And / Dad den Fuß vom Gaspedal zu nehmen und sich auf (familiäre) Wurzeln zu besinnen.
Haavard ist das Debütalbum von Håvard Jørgensen - und wird als Sequel zu Ulvers Kveldssanger von 1996 angepriesen. Was auf den ersten Blick irritierend (oder gar als Marketinggag) erscheinen mag, ergibt jedoch gewissermaßen schon Sinn.
Das in drei Tranchen veröffentlichte Atum: A Rock Opera in Three Acts ist als zwölftes Studioalbum der Smashing Pumpkins der offizielle Nachfolger von Mellon Collie and the Infinite Sadness sowie Machina/The Machines of God.
Sumac(etc.)-Kopf Aaron Turner und Volcano Choir(etc.)-Gründer Jon Mueller machen nach der ersten gemeinsamen EP In the Falls aus dem Vorjahr nun mit Now That You've Found It auch auf Albumlänge noch einmal gemeinsame Sache.
Es klingt (auch hinsichtlich der 3am-Nachzügler) beinahe so, als hätte Taylor Swift für ihr zehntes Studioalbum Midnights gerne den mit Aaron Dessner eingeschlagenen Weg fortgesetzt, sich angesichts der anstehenden Stadiontour aber mit Jack Antonoff zu einer Kompromiss-Rückkehr in den Synth-Pop überzeugen lassen.
Mit The Haunted Youth hat der 29 jährige Belgier Joachim Liebens ein Kaleidoskop geschaffen, in dem er dem Indierock, Dreampop und Shoegaze beim Verschmelzen mit vagem 80er-Flair beobachten kann. Das zutiefst eklektische Debütalbum Dawn of the Freak macht dabei auch keine Geheimnisse aus seinen Einflüssen.










