Reviews
Vielseitiger und abwechslungsreicher als auf dem plakativ daherkommenden, aber sehr kurzweiligen Nie Wieder Krieg waren Tocotronic vielleicht noch nie. Trotzdem ist die Selbstverständlichkeit der Variabilität nicht nur als Kompliment zu verstehen.
Spring bringt naiven Powerpop an der Grenze zu harmlosen, kindgerechten Ohrwürmern, kommt damit aber durch: Weezer eröffnen ihren Jahreszeiten-Zyklus Seasons (aka: SZNZ) generisch-charmant ohne ästhetische Themenverfehlung - aber schmissigem Hitpotential.
Düsterer, rotweinschwer-romantischer Post-Blues im Western-Gothic-Zwielicht: Bambara setzen den Deathrock/Cowpunk-Weg von Stray mit den sechs Songs des Mini Albums Love on My Mind fort - und bauen ihn aus.
Die limitierte Tour-Veröffentlichung МАРИЯ / MARIA versammelt die beiden Bart-Batushka-EPs Раскол / Raskol und Царю небесный sowie den neuen Song МАРИЯ (ПОСЛЕДНЕЕ ПИСЬМО) / MARIA (POSLEDNEJE PISMO). Nun auch via Bandcamp digital verfügbar.
Maynard James Keenan, Adam Jones, Justin Chancellor und Danny Carey feiern das Älterwerden: Zu seinem 30. Geburtstag inszenieren Tool den Titelsong ihrer Opiate-EP im Outfit des 2019er-Comebackalbums Fear Inoculum neu.
Ein unerwarteter (und unerwartet konsequenter!) stilistischer Paradigmenwechsel, eine ähnliche Katharsis: Auf A Place We Cannot Go artikuliert Kameron Boggs seine Seelenqualen nicht mehr wie am starken An Isolated Mind-Debüt I'm Losing Myself (2019) im atmosphärischen Black Metal, sondern versucht sich am impressionistischen Post Rock.
Pausenlose Veröffentlichungsstafetten, unzählige Liveplatten, verschollene Alben, mehrere Spielwiesen auf einmal…Langweilig wird es allen hier Beteiligten sowieso nicht. Aber an Kooperationen fehlt es sin den Discografien von Gareth Liddiard & Tropical Fuck Storm sowie King Gizzard & The Lizard Wizard noch. Satanic Slumber Party schafft da nun aber Abhilfe.
Made in Timeland wird seinem Titel irgendwie, irgendwo und irgendwann auf unerwartete Weise gerecht: Die Platte wurde bereits versehentlich verkauft, ist demnach geleaked - aber weiterhin nicht offiziell erschienen und vorerst in der Mottenkiste eingelagert worden. (K)ein Grund zu trauernd.
Dass Alben in überarbeiteter Form neu aufgelegt werden ist längst keine Seltenheit vor. Dass Bands - wie Amenra zwischen der Veröffentlichung des Originals und De Doorn (Alternate Mix) - keine sieben Monate verstreichen lassen, ist dann aber doch erstaunlich.
Knapp zwei Jahre, nachdem Miles und Becca Robinson dem Big Apple und Brooklyn den Rücken gekehrt haben, um im ländlichen Vermont ein neues Leben zu beginnen, hat das Drug Couple sein Debütalbum Stoned Weekend aufgenommen.










