Reviews
Dass die Veröffentlichung vermeintlicher Ausschussware von Carly Rae Jepsen ein Grund zur Freude ist, weiß man seit E·MO·TION: Side B. Das dem 2019er Album nachgereichten Dedicated Side B überflügelt nun nicht nur die damalige EP in quantitativer Hinsicht, sondern qualitativ auch das nominelle Stammwerk aus dem Vorjahr.
Jess Williamson sagt, die aktuelle Pandemie habe ihre Erwartungshaltung daran geändert, ob ihr Viertwerk Sorceress den lange herbeigesehnten Durchbruch bedeuten würde.
Mehr Soundtrack waren Mogwai noch nie: Für den (zuerst nach eigenem finanziellen Ermessen vertriebenen) Score der italienischen Serie ZeroZeroZero gehen die Schotten weit wie nie vom Postrock weg, hinein in den Ambient.
Old Man Gloom sind Troll-Experten und veröffentlichen nach der Fake-Bemusterung von Ape of God kurzerhand abermals einen Doppelschlag: In die lange Vorlaufzeit von Seminar VIII: Light of Meaning wurde kurzerhand dessen Nachfolger Seminar IX: Darkness of Being vorauseilend veröffentlicht eingeschoben.
Nachdem das Mutterschiff The Bronx im vergangenen Jahr bereits mit der sehr befriedigenden Reste-Sammlung Dead Tracks zusammenräumte, was neben den regulären Studioalben so alles abfiel, zieht das Alter Ego Mariachi El Bronx diesbezüglich mit Música Muerta nach.
Jetzt auch endlich als Studioaufnahme - und genauso cheesy, überkandidelt, frontal und, ja, einfach geil, wie es das Artwork und die Liveversion bereits ohne jede Zurückhaltung hinausgebrüllt haben: Carpenter Brut covert den Michael Sembello-Hit Maniac.
Seit vier Jahren muß man auf einen Nachfolger zum überwältigenden Der Klang der Offenbarung des Göttlichen warten. Nun macht Kjartan Sveinsson zumindest seinen Soundtrack für The Last Farm von 2004 digital zugänglich.
Craig B hat sich im vergangenen Jahr bekanntlich als Musikschaffender zurückgezogen. Ein Umstand, der immer noch schmerzt - und der durch Live at Mono, einem Mitschnitt der finalen A Mote of Dust-Show in Glasgow, gleichermaßen Narben aufreißt, wie sie versöhnlich behandelt.
Wenig Lärm um sehr viel: O'Brother führen ihren immer schon auch ätherischen Alternative Rock mit You and I in die Selbstständigkeit und die ambient aufgelöste Transzendenz.
Das größte Manko von Lux ist, dass In the Company of Serpents dem darauf zelebrierten Sludge-Eklektizismus trotz unverkennbarer Spaghetti Western-Handschrift nicht in letzter Konsequenz die Geniestreiche ähnlich veranlagter Genre-Klassenbester abringen und eine damit einhergehende Euphorie provozieren können.










