Reviews
Sufjan Stevens expandiert und zelebriert nicht mehr nur Weihnachten geschäftstüchtig: Für das Doppel aus Love Yourself und With My Whole Heart greift er zum Einen in die Mottenkiste und stellt sich zum Anderen neuen Herausforderungen.
Dass Chernobyl von HBO eine der herausragendsten Serien des bisherigen Jahrganges ist, hat auf damit zu tun, dass Hildur Guðnadóttir hier ihre Formvollendung als Soundtrack-Komponistin zelebriert.
Auch ohne diesmal derartig überwältigende Instant-Killertracks wie Call Me Maybe oder Higher parat zu haben, kann einfach kaum jemand sonst an sich generischen Platsikpop so entwaffnend gut wie Carly Rae Jepsen. Nachzuhören auch auf ihrem vierten Studioalbum Dedicated.
Stephen McBean hat endlich den Führerschein gemacht. Die personell umbesetzten Black Mountain treten auf Destroyer deswegen demonstrativ cruisend auf das Gaspedal der Heavyness, lassen dabei aber die Raffinesse, Tiegfründigkeit und Vielseitigkeit vergangener Tage zurück.
Rammstein machen viel richtig, in dem sie wenig anders machen: Kein Fan wird sich auf der anstehenden Stadiontour darüber beschweren müssen, wenn die brachialen Deutschen neues Material aus ihrem selbstbetitelten Comebackalbum in die Setlist schmuggeln.
Joanthology lehrt: Nach knapp 15 Jahren Solokarriere ist die Zeit reif für einen ersten umfassenden Rückblick über das bisherige Schaffen der Joan Wasser als Police Woman. Inklusive einer wunderbaren BBC-Session.
Ursprünglich 2018 nur in einer zweiteiligen Tranche von Tartarus Records und Crown and Throne Ltd. auf Kassette sowie digital veröffentlicht, legt das Niederländische Label den Album-Appendix Steel Casket nun auf limitiert gepresstem Vinyl noch einmal auf.
Hot Water Music finden pünktlich zum 25 Jährigen Jubiläum zurück in die Spur. Über weite Strecken wird sich Shake Up the Shadows sogar als eine der stärksten (weil: nachhaltigsten) Veröffentlichung der Band seit ihrem Comeback erweisen.
New Orleans kann auch Ethereal Dark Wave und klassisch geprägten Pop: Das selbstbetitelte Silver Godling-Debüt bringt Steinway-Pianokünste und spartanisch programmierte Elektronik zusammen.
Ist Full Upon Her Burning Lips standardisiertes Malen-nach-Zahlen oder pur destillierte, pragmatische Earth-Essenz? Es braucht ein wenig Abstand, um guten Gewissens behaupten zu können: Zweiteres, doch!










