Hell – Shame
Mehr noch als auf dem bereits erstaunlich straight als zumindest relativer Black Sabbath-Worship ausgerichteten Submersus hält M.S.W. die Dinge auf Shame erstaunlich kompakt.
Mit nicht einmal vier Minuten Spielzeit gehört die Single zu den kürzesten Nummern im Hell-Katalog, doch nimmt sie das Momentum des jüngsten Langspielers absolut ansatzlos mit und destilliert es zudem noch einmal.
Eine kurze Distortion eröffnet Shame, dann
knattert der Song mit Vintage-Riff zum Sludge, Doom und Stoner los. Würde Matthew Scott Williams nicht so infernal garstig keifen und fauchen, man müsste glatt an Uncle Acid, Darkthrone und Konsorten denken.
Irgendwann driftet Shame psychedelischer in einen Halluzinogen Space-Alptraum ab, und endet dort in tranceartigen Überblendungen. Die vermeintliche Standalone Single hätte danach noch gerne noch weitergehen dürfen – gerade ohne Album-Kontext hängt das Szenario ausschnitthaft ein wenig in der Luft. Was auch daran liegt, dass diese neue, die Hell‘sche Blackened-Ästhetik abseits der Vocals weitestgehend zurückgelassen habende, immer fokussiertere Ausrichtung der Spielwiese von M.S.W. einfach so gut steht, dass man mehr davon hören will.


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