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Opiácea – Fresta

Opiácea liefern mit den drei Minuten und ebenso vielen Songs der Fresta-EP einen weiteren guten Grund dafür, warum Screamo-, Emoviolence und Skramz-Freunde ihren Blick nach São Paulo gerichtet lassen sollten.

Dass dieser überhaupt erst nach Brasilien fiel, ist ja einmal mehr Miss the Stars zu verdanken: den mit ihren Empfehlungen selten daneben liegenden Genre-Experten entgehen keine Rohdiamanten der Szene.
Die Begeisterung für das grundlegend „nur“ nach allen Regeln der musikalischen Verortung austeilende Fresta erschließt sich dabei mit einem „Schon stark – aber viel machen die halt auch nicht anders/besser als andere“-Gefühl trotz der expliziten Unmittelbarkeit der Band nicht sofort – aber letztendlich doch.

Schon in Seguir sozinho macht vor allem das harsch, rau und raspelnd auch in den Death Metal passen könnende Geschrei einen charakteristischen Reiz aus, während die dringliche Hysterie des Lo-Fi-Screamo sich verausgabt.
A prisão wird von einem Sample in sedativer Zeitlupe eröffnet und rotiert dann manisch skandierend in scheppernder Verzweiflung zum Post Hardcore, bevor mit Dia comum das Schmuckstück der EP hymnisch, melancholisch, beschwörend und erhebend eine feien Bandbreite der roh rasenden Gefühle zelebriert und damit auch symptomatisch für den schönen Spannungsbogen der Fresta-EP sowie das dynamische Songwriting von Opiácea steht. Wirklich vielversprechend, dieses runde Ganze auf Lua Negra Records.

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