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Es hat wohl niemand ernsthaft angenommen, dass Ty Segall die Corona-Zeit in Isolation mit Nichtstun verbringen würde: Der Dauerveröffentlicher hat mit Segall Smeagol die Gunst der Stunde genützt und sich eine Handvoll Songs von Harry Nilsson zur Brust genommen.
Nach dem bestenfalls teilgelungenen Elektro-Ausfall Groove Denies im vergangenen Jahr behält Stephen Malkmus seine hohe Veröffentlichungsrate bei, findet mit Traditional Techniques über die Kursänderung zum psychedelischen 70s-Folk aber wieder in die Spur zurück.
Jaja, die Zeiten sind ja so verdammt schnelllebig geworden. Die Gorillaz versuchen darauf mit dem spontan entstehenden Song Machine-Zyklus, einer offenen Gästeliste und neuen Veröffentlichungs-Strategien in Episodenform zu reagieren.
Ein gelungenes, zutiefst angenehmes Komfortzonenschaulaufen: Sven Regener und die zeitlos wunderbaren Element of Crime (über)füllen das Orpheum am ersten von zwei aufeinanderfolgenden Graz-Gastspielen bis zum Anschlag.
Vom Verlieren und Festhalten der Hoffnung in Zeiten essentieller Verluste: Elbow beweisen auf ihrem bisher wohl tatsächlich dunkelsten Album Haltung und finden für Giants of All Sizes Trost in zwischenmenschlichen Beziehungen.
Quo Vadis, Wanda? Die Wiener wissen es aktuell offenbar selbst nicht so genau und begnügen sich auf Ciao! deswegen mit einer so penetranten wie unentschlossenen Komfortzonenverwaltung zwischen nebensächlicher Egalität und frustrierender Potentialverschwendung.
Zumindest sechs Songs hat Elizabeth Woolridge Grant in ihrer Rolle als Ikone der unglücklichen Romantik, glamourösen Nostalgie und melancholischen Tragik bereits im Vorfeld zu Norman Fucking Rockwell ausgekoppelt - jeder einzelne davon ein kleines Prunkstück ihrer Karriere.
Die ehemaligen Ethno-Originale von Yeasayer bestätigen mit Erotic Reruns ihren Weg von der einst herausragenden Ethno-Popband zum austauschbaren Plastikeinerlei weitestgehend.
Dem absolut enttäuschenden Ellipsis haben Biffy Clyro ja ausnahmsweise keine ihrer traditionellen (und: traditionell großartigen) B Seiten-Compilations folgen lassen. Diesbezüglich könnte Balance, Not Symmetry nun Abhilfe schaffen.
Mit über einem Jahr Verspätung ist das Black Album nur wenige Wochen nach dem petrolfärbigen Treppenwitz tatsächlich der prolongierte Gegenpol zum weißen 2016er-Triumph von Weezer geworden. Leider vor allem in qualitativer Hinsicht.




![Element of Crime, The Big Howard [09.11.2019: Orpheum, Graz] Element of Crime, The Big Howard [09.11.2019: Orpheum, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2019/11/Element-of-Crime-5-e1573407721797.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)





