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Zwei mal eine Partie junge Doomprinzen aus Richmond, Virginia, beide seit neuestem Labelkollegen. Liegt nahe, da zum Windhand-Einstand bei Relapse eine Splitplatte zu veröffentlichen – bei den ausladenden Songlängen die Cough und Windhand da vorlegen, wäre es etwas untertrieben von einer EP zu sprechen. Schwierig sich bei der Beschreibung von 'Reflection of the Negative' nicht in abgestandenen Doom-Rezi Klischees zu verlieren.
Der so sanftmütige wie melancholische Lagerfeuer-Folk von 'The Creek Drank the Cradle' und 'Our Endless Numbered Days' ist auf dem fünften Iron & Wine-Album unter der Oberfläche immer noch spürbar - auf 'Ghost in Ghost' fährt Sam Beam mit Unterstützung von Mitgliedern des Tin Hat Trios, der Jazz Passengers, von Sex Mob sowie der Bands von Bob Dylan und Antony And The Johnsons jedoch noch weicher durch sonnengeflutete Songs ohne Scheuklappen als bisher.
Bei der Crowdfunding-Aktion rund um das sechste Murder by Death Album ‘Bitter Drink, Bitter Moon‘ gab es vom Lampenschirm über den Beitritt zum bandeigenen Buchclub bis zum maßgeschneiderten Tattoo-Wunsch an die Rhythmusgruppe unzählige Bundle-Kombinationen. Am ertragreichsten für die Allgemeinheit: Murder by Death als Auftragsband für einen Coversong nach Wahl einzuspannen.
Das sechste Phosphorescent-Album verarbeitet wieder vereinzelt-herausregende und so manch gefälliges Geplänkel auf Albumlänge zu einem gelungenen Gesamtwerk, dass sich andere so nicht leisten können. Etwaige Längen stemmt Matthew Houck eben immer wieder mühelos mit seiner berührend-charismatischen Stimme.
Das gesteigertes Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit und die damit verbundenen immensen Erwartungshaltungen spielen auf 'Totale Nite' keine Rolle: nach ihrer formvollendeten musikalischen Neuerfindung mittels 'Children of Desire' ziehen die Eigenbrödler hinter Merchandise ihr Ding auf 'Total Nite' weiterhin konsequent durch.
Ex-Gallows Schreihals Frank Carter und der ehemalige The Hope Conspiracy Gitarrist Jim Carroll haben keine Lust mehr auf Hardcore. Aber dass ihnen deswegen gleich der Sinn nach handzahm düdelnden Rocksongs steht, die auf halben Weg zum Stadion im Formatradio versumpfen?
'Comedown Machine' flacht die qualitativen Schwankungen des zerrütteten Vorgängers zu einem homogeneren Gesamten ab und landet deswegen nicht nur dort, wo wohl bereits 'Angles' als Album hin wollte - sondern erfüllt Julian Casablancas vielleicht insgeheim sogar den Traum, den er für seine Band bereits 2003 gehegt haben muss.
David Bowie kehrt nach zehn Jahren aus der Versenkung zurück. Im Gepäck hat der Thin White Duke eine zwischen Nostalgie und Anachronismus schwankende Aufarbeitung der eigenen Karriere mittels souveräner Glamrock-Nummern. Und ist das hinter dem frechen Artwork gar ein subversiver Entmystifizierungsversuch des eigenen Schaffens?
'Beauty is a Beast' - das wissen Sex Jams auf ihrem zweiten Studioalbum nur zu gut. Die besten Erbverwalter für den Sonic Youth-Fundus bleiben zwar Thurston Moore und Co. - um zu erfahren wie man Noiserock vital am Leben halten kann, darf man trotzdem nach Wien blicken.
Wer ein Genre nicht nur mitdefiniert hat sondern immer noch tonangebend ist, darf sich alle Zeit nehmen, die es braucht: 'Reach Beyond The Sun' ist das erst vierte reguläre Studioalbum im immerhin 18. Bandjahr - Shai Hulud verkörpern darauf abermals alles, was am Metalcore gut und richtig sein kann. Trotz des potthässlichen Photoshop-Covers.










