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Der minimalistische Elektro-Soul-Sänger Moses Sumney bäumt sich wenige Monate nach dem betörenden [amazon_link id="B073VBD36Z" target="_blank" ]Aromanticism[/amazon_link] auf: Black in Deep Red, 2014 - inspiriert von einer Protestkundgebung rund um Proteste in Ferguson, benannt nach einem Mark Rothko-Gemälde - probt den ungemütlichen sozialpolitischen Widerstand.
Knappe sechs Jahre sind bereits vergangen, seit Karly-Marina Loaiza mit ihrem ersten Mixtape Drunken Babble Interesse weckte. Seit damals war Kali Uchis vor allem damit beschäftigt, Kontakte zu knüpfen und ihre Vielseitigkeit zu forcieren. Darauf baut - das kaum paradoxer betitelt sein könnende - Isolation nun ziemlich beeindruckend auf.
Pharrell Williams, Chad Hugo und Shay Haley reaktivieren N.E.R.D. sieben Jahre nach dem egalen Nothing für das Quasi-Selbstbetitelte zwischen einer relativen Neuerfindung am aktuellen Zeitgeist und typischen Neptunes-Trademarks. Kann man machen.
Archy Marshalls Rückkehr als King Krule bringt nicht nur den grandiosen 2013er-Einstand 6 Feet Beneath the Moon mit dem multimedialen Experiment A New Place 2 Drown zusammen, sondern lässt das originäre Stilamalgam des 23 Jährigen im jazzig-experimentellen Rap-Twang-Zwielicht von The OOZ mit futuristischer Alterlosigkeit weiterwachsen.
Zurück auf Start: Superfood positionieren sich mit ihrem Zweitwerk - oder eher ihrem zweiten Debüt? - Bambino als Vertreter einer Generation, für die die 90er bereits Retro sind und ein bunt zusammengewürfeltes Songsammelsurium im Streaming-Zeitalter über dem kohärenten Albumfluss stehen darf.
Pimp-Pimp, Hooray! Wenn LeBron James darum bittet, präsentiert sich der aktuelle wohl beste Rapper der Welt in Spendierlaune und versammelt auf untitled unmastered. hinter programmatisch rohem Artwork acht fulminante Studio-Demos, die es aus etwaigen Gründen nicht auf To Pimp a Butterfly geschafft haben.
"Anybody can get it/The hard part is keepin' it, motherfucker' mahnt Dr. Dre früh, doch Kendrick Lamar verliert die Fallhöhe nach 'Good Kid, M.A.A.D City' ohnedies nicht aus den Augen: 'To Pimp a Butterfly' löst nicht nur alle Versprechen ein, die das Durchbruchsalbum 2012 gegeben hat, sondern stemmt mit der Virtuosität der Brainfeeder-Crew im Rücken einen inhaltlichen und stilistischen Gewaltakt, an dem sich der Hip Hop bis auf weiteres messen lassen wird müssen. Am Ende steht der 28 Jährige Comptoner endgültig als neuer König der Westküste.
Flying Lotus beamt sich aus dem Orbit wieder zurück auf die Erde, direkt hinein in das lodernde Fieber sonnendurchtränker Jazzclubs. Womit Steven Ellison sich gleichermaßen auf Spurensuche bei familiären Wurzeln begibt, wie er sein musikalisches Universum abermals neu vermisst.
Nur logisch, dass Steven Ellison die komplette Gästeriege vom Umbruchalbum 'Cosmogramma' auch für sein viertes Werk übernommen und sogar erweitert hat: sucht sich Flying Lotus doch eine ruhige Ecke hinter seinem erschlagenden "Cosmic Drama" und bastelt dort mit der Lupe an der feingliedrigen Definition seiner undefinierbaren Elektronikskizzen.