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Der Mann zieht sein Ding kompromisslos durch: Eine Setlist, die es in erster Linie der Legende aus Nordirland selbst Recht macht. Dargebracht von einer grandiosen Backingband, die sich nach der Pfeife des Meisters ins Zeug zu legen hat. Vor einem Publikum, das als tolerierte Beobachter dem mit Klasse dargebrachten Querschnitt durch das Œuvre des 69 Jährigen beiwohnen darf. Van Morrison Konzerte sind ein launiges, herrlich unangepasstes Roulette.
Iceage-Frontmann Elias B. Rønnenfelt hat seine LoFi-Spielwiese Marching Church vom Soloprojekt kurzerhand zum "Rock Ensemble" umgewandelt - und damit zum Auffangbecken für Songs, die gefühltermaßen nicht rechtzeitig für 'Plowing Into The Field of Love' fertig waren. Das macht das Debütalbum des neuformierten Kollektives zwar beileibe zu keinen schlechten Einstand, kann aber den sich aufdrängenden Vergleichen zum Kopenhagener-Mutterschiff nicht ganz standhalten.
Die versammelten 54 Minuten auf 'Hell or Highwater' werden bis auf weiteres freilich nichts daran ändern, dass man mit dem mittlerweile 54 Jährigen zuallererst Charaktere wie Fox Mulder, Agent Bryson oder Hank Moody verbindet, bevor man an den Songwriter David Duchovny denkt. Dennoch: Dieses Debütalbum ist ein erstaunlich solide abgehangenes Stück Middle-of-the-Road-Rock über den Erwartungen geworden!
Der 29 jährige Kanadier Tobias Jesso Jr. besitzt nicht nur ein sentimentales Herz und das zurückgelassene Klavier seiner Schwester, sondern mutmaßlich auch die gesamte Solo-Discografie von John Lennon.
Man muss sich nicht emotional in die dem vierten Soloalbum von Steve Wilson zugrunde liegende, sozialkritische Hintergrundgeschichte verlieren können, und in dem eklektischen Stilfeuerwerk drumherum festzustellen: schönere, unterhaltsamere Songs hat der Engländer seit Ewigkeiten nicht geschrieben!
Bereits der faszinierend aus allen Rastern purzelnde Vorgänger 'awE naturalE' ließ sich mit seiner originären Herangehensweise an Rap, Jazz, Soul und Pop keinen Strick daraus drehen, dass Stasia "Stas" Irons und Catherine "Cat" Harris-White auf Albumlänge an keinem stringent geführten roten Faden interessiert sind. Auch 'EarthEE' gereicht diese lose Freigeistigkeit nicht zum Nachteil.
Weil Texas in den 2000ern entlang einiger kaum beachtenswerter Veröffentlichungen vom allgemeinen Radar der Popwelt verschwunden sind, verabreichen sie sich zum 25. Geburtstag die Truth & Soul-Vintage-Behandlung als Frischzellenkur.
Klickt man auf Duke Garwood's Website, reihen sich da die Lobeshymnen von Musikerkollegen wie Kurt Vile, Seasick Steve oder Greg Dulli fein säuberlich zitiert auf, während der 46 Jährige Londoner selbst auch mit seinem fünften Studioalbum 'Heavy Love' weitestgehend unter dem Aufmerksamkeitsradar der Massen stattfinden wird.
Natalie Prass ist unglücklich und lässt einem dabei mit ganz wundervollen Songs zwischen Pop, Soul und Americana das Herz aufgehen. Großes Beziehungskino im Breitwandformat, wohldosiert inszeniert und elegant umgesetzt. Kaum zu glauben, dass es sich hierbei um ein Debütalbum handelt.
Yannick Ilunga, ein 24 jähriger Kapstädter, ist (noch?) kein Innovator des Pop, versteht es aber die Zeichen der Zeit zu deuten und seine eklektischen Songs bei den richtigen Vorbildern abzuschöpfen.

![Van Morrison [08.06.2015: Stadthalle, Wien] Van Morrison [08.06.2015: Stadthalle, Wien]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2015/06/Van-Morrison-Live-e1433878259966.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)








