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"We once were another band, and now we're a better one". So steht es auf der Facebookseite von Cult Leader zu lesen. Kein lehres Gewäsch, wie 'Nothing for us Here' in gerade einmal 18 Minuten klärt. Wo die Debüt EP des Vierers aus Salt Lake City nur zu leicht im Schatten der grandiosen Gaza hätte stattfinden können, stellen die aufgefahrenen sechs Songs nämlich für mühelos in Aussicht, dass Cult Leader ihre Vorgängerband wohl tatsächlich im Rückspiegel lassen werden. Das erste Studioalbum kann so kaum sehnlicher erwartet werden. Welche Langspieler dieses Jahr die Konkurrenz hinter sich ließen, verraten Cult Leader einstweilen schon einmal dem Heavy Pop Adventskalender am 21. Tag:
Letztendlich haben sich Gnarwolves doch breitschlagen lassen und nach dem eindrucksvollen EP-Marathon der letzten Jahre sowie einem spontanen Abstecher in die Welt der Bierbrauerei als aktuell wahrscheinlich herausragendster Hitgarant in der Schnittstelle aus Pop- und Skate-Punk endlich ihr Full Lenght Debut in die Läden gebracht. Was das Trio aus Brighton für den Heavy Pop Adventskalender wiederum für Platten empfehlen kann, erzählten sie beim Interview ihm Rahmen ihres Wien-Gastspiels.
Melt-Banana haben einem den Mund nicht zu Unrecht wässrig gemacht: Gridlink ist mit 'Longhenna' die beste Grind-Platte des Jahres gelungen, die darüber hinaus für die Band wohl auch den Schlussstrich am Zenit zieht. Für den Heavy Pop Adventskalender hat Jon Chang die Zeit gefunden Platten des zu Ende gehenden Jahres zu empfehlen und verteilt auch sonst Geschenke: zahlreiche Demo-Aufmahmen aller Bandphasen serviert er gratis via Dropbox - und die von ihm betreute Gridlink-Facebookpage ist sowieso immer einen Blick wert!
"Es ist einfach toll, dass die Zukunft der heavy Rockmusik dort stattfindet, wo es eine klare Metal-Ästhetik ohne Gitarren gibt." reflektiert Kayo Dot Mastermind Toby Driver über 'Want', das zweite Studioalbum von Wreck and Reference. Tatsächlich hat das kalifornische Duo Ignat Frege und Felix Skinner darauf ihren absolut eigenständigen Sound perfektioniert, einen so beklemmenden und schizoiden wie beunruhigend anziehenden Malstrom geschaffen, der mit seiner intensiven und abgründigen Atmosphäre eine verstörende Faszination entfaltet. 'Want' ist seiner Zeit dabei vielleicht wirklich voraus - im Hier und Jetzt aber das betörend lauernde Monster in der Finsternis unter dem Bett der Genregrenzen.
Toby Driver weiß bereits, wo das nächste Album seine Band hinführen wird. Spätestens seit sich Kayo Dot mit 'Coffins on Io' ein ganzes Stück weit neu erfunden haben, ihren ohnedies uferlosen Horizont hin zu in 1980er-Zeitschleifen schwebenden Weltraumstationen ausgedehnt haben und das wohl eigenwilligste Popalbum des Jahres abgeliefert haben, muss man sagen: alles ist möglich! Bis es soweit ist erzählt Mr. Driver welche Platten ihn durch das Jahr 2014 begleitet haben - und wird hoffentlich mit Kayo Dot wieder nach Europa kommen.
Wer gedacht hätte, dass sich Oozing Wound erst einmal von dem letztjährigen rasenden Kraftakt 'Retrash' erholen würden müssen hat seine Rechnung ohne die überbordende Energie des Chicagoer Trios gemacht: 2014 schoss das Thrill Jockey Juwel nur eine grandiose Split-Veröffentlichung mit Black Pus sowie einer gemeinen Adult Swim-Single aus der Hüfte, sondern servierte mit einem nochmaligen Plus an Heavyness und hinter prachtvollen Artwork 'Earth Suck'. Wünsche bleiben da beinahe keine offen: Oozing Wound auch mal europäischen Bühnen zerlegen sehen zu dürfen wäre allerdings eine sehr feine sache.
"Bleed it out! Bleed it out! Bleed it out!", wahrhaftig: kaum eine Platte hat den Noiserock 2014 derart unerbittlich durch die Mangel gezogen wie White Suns 'Totem', dieser kompromisslose Seiltanz zwischen den Extremen, der dem kalifornischen Label The Flenser zu einem der gnadenlosesten Highlights in diesem so starken Veröffentlichungsjahr verhalf. Wo sich das dritte Album des Brooklyner Trios sich einen Ausnahmestatus erspielt hat ist es deswegen wohl nur konsequent, dass auch die Liste der Band für den Heavy Pop Adventskalender unorthodox aus der Reihe tanzt.
Zurück von den vor vier Jahre bespielten Tanzflächen tauchen Die Sterne ihren Pop auf 'Flucht in die Flucht' mal in psychedelischere, mal in souligere Gefilde, ziehen wenn nötig aber vor allem die Rockzügel auch wieder enger - und bleiben damit eine der qualitätstechnisch zuverlässigsten Kapellen des deutschsprachigen Sprachraums. Welche Songs es Sänger Frank Spilker 2014 besonders angetan haben, erzählt der [amazon_link id="3455403662" target="_blank" ]Neo-Schriftsteller[/amazon_link] am 15. Tag des Heavy Pop Adventskalender.
2014 war ein herausragendes Jahr für den Metal im Allgemeinen und den Doom im ganz Speziellen. Conan erringen sich mit ihrem Napalm Records-Einstand 'Blood Eagle' allerdings geradezu mühelos einen Treppchenplatz im Genrekader und toppen die Qualitäten des bereits so großen 'Monnos' noch einmal: sechs Songs, sechs Bretter; aufbereitet im homogensten Gesamtkontext der jetzt schon erdrückend fehlerfreien Discographie der Engländer. Was bei den Doom-Meistern unterdessen am Plattenteller rotiert hat, erzählt die Band am 14. Tag des Heavy Pop Adventskalender.
'This World' funktioniert natürlich auch als Schnittstelle zwischen den Soundwelten von Grails und Slint, indem es sich an Stilelementen jener beiden nahverwandten Bands bedient, die Watter nicht nur vermarktungstechnisch zur Supergroup machen. Vor allem aber ist Zak Riles, Tyler Trotter und Britt Walford mit ihrem Debüt eine so wunderschöne wie mystische und unwirkliche Reise durch die verschwimmenden Grenzwelten aus Postrock-Szenarien und Krautrock-Anleihen gelungen. Während die dazugehörige Europatour Anfang 2015 [mit 12.Februar/Linz und 14. Februar/Wien gibt es gleich zwei Österreich-Daten!] also gar nicht früh genug kommen kann, erzählt Mr.Trotter im Rahmen des Heavy Pop Adventskalender schonmal, welche Platten ihn dieses Jahr bewegten.










