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Sechs Jahre nach dem unausgegorenen Offenbarungseid Seeing Eye Dog gelingt Page Hamilton nicht nur deswegen ein zufriedenstellenderes Album , weil er sich diesmal verhneifen kann, einen Beatles-Song zu vergewaltigen: Dead to the World ist wie schon das Gros der vorherigen Helmet-Alben aus der zweiten Bandphase ein durchaus solide die eigene Discografie auffüllendes Stakkato-Metal-Machwerk.
Zum bereits zwölften Mal geht das Elevate als "interdisziplinäres Festival mit einem starken Fokus auf gesellschafts- und kulturpolitischen Fragestellungen mit internationaler Beteiligung" in Graz über die Bühne. Dass sich dabei auch vom 20. bis 23.10.2016 die Crème de la Crème der elektronischen Musikszene die Klinke in die Hand geben wird, dürfte angesichts der stets so hochkarätigen Line Ups seit 2005 nicht sonderlich überraschen.
Halbzeit geschafft. Wohl der ideale Moment um Erwartungshaltungen zumindest ansatzweise einzuholen. Auf Album Nummer 6 von 12 klingt Omar jedenfalls so, wie man sich seine 2016er Veröffentlichtlichungsserie vor - und eigentlich auch unmittelbar nach - Sworn Virgins ausgemalt hatte.
Während Nick Cave mit Warren Ellis am Nachfolger zum 2013er Meisterwerk Push the Sky Away arbeitet, stürzt sein 15 jähriger Sohn Arthur im Juli 2015 von Klippen nahe Brighton in den Tod. Skeleton Tree entwickelt sich daraufhin zu einem nur schwer zu ertragenden Manifest des erlittenen Traumas.
Umbrella Mistress positioniert sich als spätnächtliches Crooner-Album der aktuellen Veröffentlichungsserie irgendwo zwischen dem poppigen Corazones und dem knackiger zu Werke gehenden Rock von Blind Worms, Pious Swine, zieht aber letztendlich wie alle seine Vorgängerwerke sein eigenes Ding durch.
Bevor Nick Cave und sein kongenialer Kompagnon Warren Ellis sich mit Skeleton Tree anschicken das Niveau von Push the Sky Away zu halten, führt das Duo anhand von Hell or Highwater noch schnell vor, warum man auch in der Soundtrack-Branche längst zu einem Household-Name geworden ist.
Diese Welt in Klammern stülpt eine verführerische Blase über den Alltag und setzt Referenzwerte: Tausendsassa Max Rieger hebt den nebulösen Drone Pop von All diese Gewalt fulminant auf das nächste Level.
Das deutsche Label Iron Bonehead beweist mal wieder den richtigen Riecher: Mit dem finnischen Black Metal-Duo Celestial Grave holt man sich jedenfalls einen weiteren potentiellen Hochklasse-Band in den Roster - soviel scheint jedenfalls bereits nach der schon so extrem vielversprechenden Demo-EP Burial Ground Trance klar.
Das seit Jahren über Biffy Clyro hängende Damoklesschwert des banalen Stadionrock kracht nun mit Ellipsis doch noch hernieder: Unter tatkräftiger Mithilfe von Muse-Spezi Rich Costey haben die Schotten gefühltermaßen das weniger potente Update zu Only Revolutions aufgenommen.
Das Label, die Besetzung und auch die Perspektiven - vieles ist neu im Hause Messer. Wohin die Reise mit dem in den Startlöchern stehenden dritten Studioalbum [amazon_link id="B01FYHN33E" target="_blank" ]Jalousie[/amazon_link] insofern gehen wird, bleibt trotz (oder gerade wegen) der so viele zusätzliche Möglichkeiten aufzeigenden Kachelbad EP praktisch unberechenbar.










