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10 Songs in 7 Tagen - das ist das Konzept hinter One Week Records, dem neue Online-Label von Joey Cape. Der Lagwagon Frontman quartiert dafür befreundete Musiker eine Woche bei sich zu Hause ein, um mit ihnen in seinem Home Studio 10 Akustik-Songs aufzunehmen, die deren musikalisches Talent und ihre Songwriter-Fähigkeiten gebührend zum Ausdruck bringen sollen.
Da war wieder einmal Punkrock erster Klasse angesagt in der Murmetropole. Red City Radio, einer der aktuellen Rising Stars des Punkrockbusiness, beehrte Graz. Im Gepäck hatten sie nicht nur die besten Hits ihrer beiden Alben, sondern auch One Burning Match aus Frankreich, Perdition aus dem schönen Fort Worth, Texas, sowie das Grazer Lokalcolorit Old Runznickels. Da kann ja fast nichts mehr schief gehen.
Caligola war erst der Anfang und das Augenkrebs-Cover von 'Ælita' der richtige Gradmesser: Mando Diao haben Giorgio Moroder entdeckt, verstellen sich mit dem titelgebenden Synthesizer sowjetischer Herkunft den Weg zu zwingendem Songwriting und erheben den schlechten Geschmack kurzerhand zum Stilmittel.
Thou reklamieren mit ihrem epochalen 'Heathen' nicht nur vorab einen Platz mit Höhenluft bei den Alben des Jahres, sondern schicken sich auch im von ihnen seit jeher hochfrequentierten EP-Bereich an ganz vorne mitzumischen.
Dort, wo demnächst Xzibit und B-Real Stimmung verbreiten werden entfalten erst noch Bohren & der Club of Gore ihren düsteren Zeitlupen-Jazz. Die Wahl der Veranstaltungslocation irritiert und wird letztendlich auch der einzig suboptimale Faktor des Abends bleiben.
So klingen Cloud Nothings also, wenn Dylan Baldi angeblich glücklicher und zufriedener ist: noch rasanter, rotziger und punkiger als auf dem kurskorrigierenden Vorgänger 'Attack on Memory'. Über den Kalorienverbrauch den der Bandkopf seinen Mannen dabei abverlangt kann nur wild spekuliert werden.
Nach dem vergleichsweise regelrecht glückseligen, vielerorts absolut zu Unrecht verschmähten Blick zurück bis in die Kindheit auf dem großartigen 'Build a Rocket Boys!' richten Guy Garvey und Co. den Blick nun in die Zukunft: obwohl ihnen nach England nun endlich die ganze Welt zu Füßen liegt kein Grund für überbordende Euphorie im Hause Elbow.
Pharrell Williams nutzt die Gunst der Stunde und wirft im Windschatten der totgenudelten Kooperationen mit Daft Punk, Robin Thickes 'Blurred Lines' und seinem eigenen Brechreiz-Hit 'Happy' zehn maßgeschneiderten Popsongs auf den Massenmarkt.
Tom Gabel galt jahrelang als das Sinnbild des Punkers: weiß, angepisst- wütend auf die gesamte Welt und vor allem männlich. Seine Band Against Me! spricht in ihren Songs auch politische und gesellschaftliche Konflikthemen an. Daher staunten viele in der männlich dominierten Rockszene nicht schlecht als Sänger Gabel 2012 (via Rolling Stone Magazin) verlautbarte sich schon immer als Frau zu fühlen.
The Shins-Kopf James Mercer und Alleskönner Danger Mouse katapultieren ihre unverbindlichen Songs phasenweise in die späten 70er und frühen 80er - Bee Gees-Verbeugung inklusive - treiben generell aber weiterhin angenehm konsumierbar durchs Lazy Popwonderland.


![Red City Radio, Perdition, One Burning Match, Old Runznickels [07.05.2014, Explosiv, Graz] Red City Radio, Perdition, One Burning Match, Old Runznickels [07.05.2014, Explosiv, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2014/05/Red-City-Radio-Live-e1400163555141.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)


![Bohren & der Club of Gore [29.03.2014 Grelle Forelle, Wien] Bohren & der Club of Gore [29.03.2014 Grelle Forelle, Wien]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2014/03/Bohren-Live-1.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)




